Wärmebildkamera für die Wehr

Erst Anfang des Monats probte die Feuerwehr der Samtgemeinde Bodenteich den Ernstfall. Für das nächste Jahr sind einige Investitionen geplant.

Bad Bodenteich - Von Jörn Nolting. Gemeindebrandmeister André Pieper verließ am Montag zufrieden die Sitzung des Umwelt- und Feuerschutzausschusses der Samtgemeinde Bodenteich. Schließlich gab der Ausschuss seine Empfehlung für die geplanten Beschaffungen der Feuerwehr für das nächste Jahr.

Das Feuerwehrkommando erstellte eine „Wunschliste“, die während des Ausschusses beraten wurde und die in den Haushalt 2011 aufgenommen werden soll. „Die Feuerwehr hat ein Fünf-Jahres-Konzept erstellt“, schildert Samtgemeindebürgermeister Rainer Kölling. In Absprache mit den Ortswehren einigte sich André Pieper auf die Investitionen für das Jahr 2011. Dazu gehören beispielsweise acht weitere Spinde für die Feuerwehr in Bad Bodenteich, da Brandschützer aus den anderen Ortswehren tagsüber mit den Kameraden aus Bad Bodenteich ausrücken. Darüber hinaus rüsten die Bad Bodenteicher Brandschützer ihren Rettungssatz auf Monokupplungen um. „Auch die Wrestedter Feuerwehr und die Wehren aus Uelzen benutzen diese Rettungssätze“, erklärt André Pieper. Die Umrüstung bringt große einsatztaktische Vorteile, ist sich der Gemeindebrandmeister sicher. Die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Kattien sollen neu ausgestattet werden, ebenso deren Kollegen aus Langenbrügge. Für die Feuerwehr in Lüder soll ein HiPress-Löscher angeschafft werden, da gerade Altenheim und Biogasanlage im Ernstfall eine besondere Gefährdungslage darstellen. Die Feuerwehren in Reinstorf und Schafwedel verzichten auf zusätzliche Anschaffungen. Für die Feuerwehr auf Samtgemeindeebene werden in 2011 keine Beschaffungen für das digitale Sprachfunknetz erforderlich. Dafür muss im Bereich Bekleidung turnusgemäß investiert werden.

Hoffnung hat André Pieper, dass noch in diesem Jahr die Samtgemeinde eine Wärmebildkamera für die Feuerwehr anschafft. „2010 wurde die Wärmebildkamera mit einem Sperrvermerk versehen“, schildert Rainer Kölling. Während der Sitzung wurde den Ausschussmitgliedern das Gerät von einer Fachfirma vorgeführt. Die Kosten liegen bei 12 000 Euro und die Feuerwehr wäre bereit, einen Teil des Geldes aus eigener Tasche zu finanzieren. „Mit der Kamera können wir den Brandherd lokalisieren und sie hilft auch bei Unfällen und Gefahrguteinsätzen“, weiß André Pieper. Außerdem, so der Gemeindebrandmeister, sollte das Gerät möglichst schnell vor Ort sein und keine lange Anfahrt benötigen. Seitens der Politik wurde die Investition wohlwollend aufgenommen.

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