Außergewöhnlicher Saisonabschluss im Bodenteicher Waldbad: Vorführungen der Menschenrettung und Schwimmtag für Hunde

Mit vier Pfoten unterwegs im kühlen Nass

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Die DLRG-Ortsgruppen aus Bad Bodenteich und Hitzacker sowie der Verein „Wassersportfreunde auf vier Pfoten“ sorgten für kurzweilige Unterhaltung im Bad Bodenteicher Waldbad.

bl Bad Bodenteich. Springen vom Beckenrand war ausdrücklich erlaubt, mehr als zwei Beine durfte man auch haben und auf dem Wasser rauschte ein DLRG-Rettungsboot mit Motor dahin: Mit dem Ende der Saison im Bodenteicher Waldbad war so einiges ganz anders.

Erstmals durften Hunde ins Wasser und es fand ein offizieller Hundeschwimmtag statt, der in dieser Art wohl auch Premiere im Landkreis Uelzen hatte. Im Rahmenprogramm gab es Rettungsübungen aus dem Wasser durch Mensch und Tier.

Und so hatten sich nicht nur zahlreiche Hundefreunde, sondern auch interessierte Besucher eingefunden, um bei diesem Abschluss-Event dabei zu sein. Das Team des Waldbades bekam dabei Unterstützung von den DLRG-Ortsgruppen aus Bad Bodenteich und Hitzacker sowie vom Verein „Wassersportfreunde auf vier Pfoten“, die für kurzweilige Abwechslung sorgten.

„Wasser ist ein gefährliches Element“, betonte Thomas Grams von den „Wassersportfreunden auf vier Pfoten“. Als Vorsitzender des Vereins bildet er zusammen mit den Vereinsmitgliedern deren Hunde zu Lebensrettern aus. Im Mittelpunkt standen das Bergen von Personen aus dem Wasser, von Surfbrettern oder aus Booten. „Dabei nutzen wir den Wasserinstinkt des Hundes und arbeiten mit ihm gemeinsam in einem Team“, sagte Grams.

Auch die Rettungshunde betraten an diesem Tag absolutes Neuland, üben sie doch normalerweise im offenen Gewässer. Nach kurzer Eingewöhnung allerdings war wohl jedem Besucher klar, dass man sich im Ernstfall auf diese Vierbeiner verlassen kann. Ein Sprung vom Beckenrand, elegante Züge im Wasser und dann den Menschen am Arm oder mit einem Rettungsring ans Land gezogen: Das gelang sogar mit einem Boot, in dem zwei „bewusstlose“ Passagiere lagen. Das Wasser war kein Hindernis. „Wie für den Menschen ist auch für den Hund das Schwimmen gesund, stärkt die Muskulatur und den gesamten Bewegungsapparat“, erklärte Grams.

Danach konnten die Besucher mit ihren vierbeinigen Lieblingen selbst ins Wasser. Wie beim Menschen zeigten sich auch hier unterschiedliche Charaktere. Manche Hunde wollten auf dem Arm getragen ins Wasser, andere stiegen langsam die Stufen hinab und die ganz Mutigen sprangen ihrem geworfenen Lieblingsspielzeug einfach hinterher. Für die etwas wasserscheuen Kameraden stand Grams hilfreich zur Seite und ermutigte Herrchen oder Frauchen, Vertrauen zu gewinnen und gemeinsam baden zu gehen. Spaß hat es am Ende wohl allen bereitet.

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