Unterirdische Kabel sind sicherer

Die Kabel wurden gestern in den Boden gepflügt.

Kattien/Kakau - Von Jörn Nolting. Die Erde bebte gestern zwischen Kattien und Kakau – zumindest, wenn man in unmittelbarer Nähe des Kabelpflugs stand. Der Pflug der Firma Alms Elektro- und Anlagenbau aus Wietzendorf verlegte unterirdische Stromkabel der SVO. Gleichzeitg baut der Stromversorger die vorhandene Freilandleitung ab.

„Die Masten stammen noch aus den 60er Jahren“, sagt Netzmeister Dirk Lauenburg beim Betrachten der Pfähle. Und Andreas Gerow, Pressesprecher der SVO, ergänzt: „Die unterirdischen Leitungen sind viel sicherer, gerade was Sturm oder Schnee angeht.“

Und so machte sich der Trek nach Osten auf: Vorweg fuhr ein Lkw, der eine Leerkabeltrommel zog, gefolgt von einem Radlader mit den Stromkabeln. Das Leerkabel kann später beispielsweise von der Telekom oder andern Firmen genutzt werden. Die Kabel wurden in den Kabelpflug eingefädelt und in 1,20 Meter Tiefe im Erdboden versenkt. „Ein Landwirt pflügt maximal in 89 Zentimetern Tiefe“, erklärt der Kabelmeister. Doch zur Sicherheit verlegen die Arbeiter ein gelbes Trassenband mit der Aufschrift „Achtung Starkstromkabel“. Sollte ein Landwirt auf dieses Kabel stoßen, dann ist Vorsicht angesagt.

Doch gepflügt wird zwischen Kattien und Kakau nicht auf dem Feld, sondern auf dem Grünstreifen knapp daneben. Der befindet sich im Eigentum der Gemeinde Soltendieck. „Dafür schließen wir die Konzessionsverträge ab“, erklärt Andreas Gerow. Durch die Zahlung der SVO kann der Stromversorger Wege der Kommunen nutzen und dort Leitungen verlegen. Wichtig allerdings ist, dass unter der Erde keine andere Leitung liegt. Kabelmeister Dirk Lauenburg: „Wenn ein Kabel, eine Beregungsleitung oder Rohre unter der Erde liegen würden, dann könnten wir hier nicht pflügen.“ So wurde beispielsweise im Vorfeld das Strokabel zum Friedhof durchgeschnitten und wird nach dem Pflügen wieder zusammengesetzt. Für die insgesamt drei Kilometer braucht der Kabelpflug rund eine Stunde. Dann ist das Kabel im Boden. „Die Arbeiten werden noch rund zwei Wochen dauern“, infomiert Andreas Gerow. Insgesamt 150 000 Euro lässt sich die SVO das Unternehmen kosten. Im Bereich Kattien, Kakau und Soltendieck werden rund 3000 Meter Leitungen verlegt.

Doch gepflügt werden kann nicht überall. „Wir habe schon Horizontal-Bohrungen und offene Bauweise hinter uns auf dieser Stecke“, erklärt der Netzmeister. Unter Bächen, Straßen oder Bahnlinien kommen die Arbeiter eben nur mit einer Horizontal-Bohrung voran. Im Anschluss an die Arbeiten zwischen Kattien und Kakau wurde der Pflug gleich weitertransportiert, denn zwischen Stoetze und Zieritz musste der Kabelpflug im Auftrag der SVO gestern auch noch ran.

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