Samtgemeinde Aue und Flecken Bad Bodenteich eröffnen Bildungsstätte

Tapetenwechsel fürs BGS-Museum

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Bei der Eröffnung (von links): Konrektorin Heidegrit Siemeke, Wolfgang Molzahn, Frank Peters vom Landkreis Uelzen, Klaus Gottwald, Norbert Dohnert von der Gebäudewirtschaft der Samtgemeinde Aue, Bad Bodenteichs Bürgermeister Edgar Staßar, Oberschul-Hausmeister Gernot Flaak, Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke und Gemeindedirektor Alexander Kahlert.

Bad Bodenteich. In einer Feierstunde haben gestern Vertreter der Samtgemeinde Aue und des Fleckens Bad Bodenteich das BGS-Museum förmlich in Betrieb genommen. Das Museum musste umziehen, Räume hat es in der Oberschule Bad Bodenteich gefunden.

„Was sie für ein Herzblut da reingesteckt haben, das ist gar nicht zu beschreiben“, sagte Edgar Staßar, Bodenteichs Bürgermeister, über die Schaffer des Museums, Wolfgang Molzahn und Klaus Gottwald. Molzahn, der Leiter des Museums, hatte den Umzug geleitet, ihm zur Seite stand Gottwald. Beide sind ehemalige Grenzer – Molzahn war Offizier auf Seiten des Bundesgrenzschutzes, Gottwald Offizier der DDR-Grenztruppen. Der Kontakt ist nach der Wende entstanden, man habe sich durch das gemeinsame Ziel getroffen, sagt Gottwald. „Es ist kein Museum im herkömmlichen Sinn“, so der ehemalige DDR-Grenzer, „wir wollen den Menschen auch zeigen: So war es einmal – und es darf nie mehr sein.“ Ein „Raum, der an die schmerzliche Teilung erinnern soll“, so drückte es Molzahn bei der Feierstunde aus, sei das Museum.

Molzahn wie auch Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke hoben den Einsatz der Kreistags-Fraktionsvorsitzenden Jacques Voigtländer (SPD) und Claus-Dieter Reese (CDU) hervor und insbesondere den des Bürgermeisters Edgar Staßar. Der bedankte sich im Gegenzug gleich für die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit. „Im nächsten Jahr sind es 25 Jahre nach der Teilung. Viele können sich nicht mehr daran erinnern – für mich ist es Geschichte“, sagte Staßar, ebenfalls ehemaliger Bundespolizist, „und für den Landkreis ist es ein Alleinstellungsmerkmal.“

Bei dem Umzug half die Samtgemeinde durch Umzugshelfer vom Bauhof, auch die Uelzener Bundespolizei-Abteilung hatte mit angepackt. Für die Allgemeinheit wird das Museum am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober geöffnet.

Dass das Museum einen Platz in der Oberschule gefunden hat, passt für Molzahn und Staßar dazu, dass das Museum auch den pädagogischen Wert hat. Die stellvertretende Schulleiterin Heidegrit Siemeke hieß Molzahn und Gottwald und ihr Museum also willkommen. Zuvor war es nicht einfach gewesen, Räume für die Einrichtung zu finden. Bis Staßar, so beschreibt er es, auf die Idee kam, dass in der Oberschule Räume frei sind – zumindest so lange, wie das ehemalige Realschul-Gebäude am Leinenberg noch betrieben wird. Denn der langfristige Plan des Landkreises ist es, das Gebäude zu schließen und die komplette Oberschule in den Gebäuden am Kiebitzberg unterzubringen. Derzeit hat die Schule aber mehr Schüler als geschätzt, ein Knick in den Schülerzahlen blieb aus.

Von Kai Hasse

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