Bodenteich: Opposition will Schützenhaus verkaufen

„Statt umstoßen lieber abstoßen“

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Die Zukunft des Bad Bodenteicher Schützenhauses ist weiterhin ungewiss.

Bad Bodenteich. „Statt umstoßen lieber abstoßen“: Die Forderung der SPD-GFW-Gruppe für die Zukunft des Bad Bodenteicher Schützenhauses ist deutlich.

Sie stellt zur nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses den Antrag, das sanierungsbedürftige Gebäude baldmöglichst zu verkaufen.

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Zum Ende des Jahres 2012 war das Schützenhaus geschlossen worden, weil weder die Bauaufsicht des Landkreises noch der Kommunale Schadensausgleich einer dauerhaften Nutzung zugestimmt hatten. Ein Arbeitskreis sollte möglichst bald ein finanziell tragbares Nutzungskonzept erarbeiten, um in den Genuss von Fördergeldern für die Sanierung zu kommen. Weil der aber zu keinem Ergebnis gekommen war, hatte die CDU-Fraktion kurzerhand selbst einen Entwurf erarbeitet, der unter anderem vorsieht, das Gebäude zu verpachten.

Dieses Konzept hält Dr. Horst-Michael Hintze für nicht tragbar. „Die Zeiten sind vorbei, in denen man ein solches Gebäude braucht“, so der Sprecher der SPD-GFW-Gruppe im Rat des Fleckens, „Wir wollen die weiteren unrentablen Dauerunterhaltungskosten den Bürgern nicht weiter aufbürden“ – auch im Sinne des Zukunftsvertrages, der die Gemeinde zum Sparen zwingt.

Mit Unverständnis reagiert CDU-Fraktionssprecher Karl-Hans Firsching auf den Antrag: „Das ist eine ganz alte Klamotte für uns. Das haben wir schon vor zwei Jahren beantragt: Entweder zu verkaufen, oder wenn kein Käufer da ist, zu sanieren.“ Das wiederum will Bodenteichs Gemeindedirektor Alexander Kahlert nicht bestätigen: „Offiziell gib es da keinen Antrag.“ Die Forderung der SPD-GFW-Gruppe, das Haus zu verkaufen, möchte er nicht bewerten. Fest stehe aber, dass kein weiteres Defizit für die Gemeinde durch das Schützenhaus entstehen dürfe.

Von Anna Petersen

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