Wasserschaden im Bad Bodenteicher Kindergarten: Krippengruppe ist ins Gemeindehaus umgezogen

Spielen vor der Sperrholzwand

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Ungewohnter Anblick: Die Mädchen und Jungen des evangelischen Kindergartens Bad Bodenteich spielen vor einer hölzernen Schutzwand. Dahinter befindet sich eine Baustelle – ein Wasserschaden hat mehrere Räume in Mitleidenschaft gezogen.

Bad Bodenteich. An die mehr als zwei Meter hohe Schutzwand im Eingangsbereich des evangelischen Kindergartens Bad Bodenteich haben sich die Mädchen und Jungen inzwischen gewöhnt – auch wenn das Spielen vor der hölzernen Absperrung anfangs ungewohnt war.

Doch diese ist notwendig, denn dahinter befindet sich eine Baustelle. Ein Rohrbruch hat dort vor kurzem einen Wasserschaden verursacht, die Feuchtigkeit ist in Wände und Fußböden eingedrungen. Daher wurden der Putz abgetragen und das Mauerwerk aufgemeißelt.

Betroffen sind ein Gruppen- und ein Waschraum, eine Garderobe und der Flur. Und das hat Folgen für eine 14-köpfige Krippengruppe: Sie musste ins Gemeindehaus der St.-Petri-Kirche – gegenüber dem Kindergarten – umziehen. „Die Kinder sind dort gut untergebracht und fühlen sich wohl“, sagt Kita-Leiterin Petra Friedrichs. Sie hätten in dem neuen Quartier deutlich mehr Platz als in ihren alten Räumen. „Wahrscheinlich haben sie gar keine Lust mehr zurückzukommen“, meint die Leiterin schmunzelnd. Die übrigen sieben Gruppen des Kindergartens sind von dem Rohrbruch nicht betroffen und können in ihren Räumen bleiben.

Unterdessen hat die Beseitigung der Wasserschäden im Kindergarten begonnen. Seit voriger Woche rücken Gebläsetrockner der Feuchtigkeit zu Leibe. Doch Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke gibt ohne Umschweife zu: „Das ist eine größere Sache. Eventuell muss auch der Fußboden erneuert werden.“ Er schätzt, dass die Schadenshöhe im fünfstelligen Bereich liegt. Die genaue Summe müsse aber noch ermittelt werden. Die Versicherung der Samtgemeinde werde die Kosten übernehmen.

Ein Gutachter habe die betroffenen Räume untersucht. „Es wurden auch Luftproben genommen. Dabei wurde kein Schimmelpilzbefall festgestellt“, betont Benecke. Welche Baufirma den Auftrag erhält und wann die Arbeiten beginnen, steht noch nicht fest.

Voraussichtlich bis zu den Sommerferien wird die Krippengruppe ins Gemeindehaus ausweichen müssen, glaubt Benecke. Der Transport des Mobiliars habe reibungslos geklappt, die Eltern zeigten Verständnis für den Umzug, erklärt Petra Friedrichs. „Wir hatten von allen Seiten viel Unterstützung“, freut sie sich.

Einen besonderen Dank zollt sie der St.-Petri-Kirchengemeinde, Trägerin des Kindergartens, dass diese der Krippengruppe spontan zwei Räume zur Verfügung gestellt hat. Dafür müssen andere Nutzer des Gemeindehauses vorübergehend ausweichen. „Die Chortreffen und der Konfirmanden-Unterricht wurden in die Kirche verlegt, der Frühstückskreis trifft sich jetzt im Brauhaus der Burg“, schildert Pastor Lars Neumann. Zusammen mit der Samtgemeinde Aue und dem Flecken Bad Bodenteich habe die Kirche eine schnelle und unbürokratische Lösung gefunden.

Von Bernd Schossadowski

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