SPD in der Samtgemeinde Aue beklagt Diebstahl und Zerstörung von 20 Wahlplakaten

Update: In Uelzen auch CDU-Plakate abgerissen

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In Bad Bodenteich wurden die Wahlplakate der SPD feinsäuberlich im Mülleimer entsorgt.

Bad Bodenteich/Flinten. Sie verschwanden einfach oder wurden feinsäuberlich in der Mülltonne entsorgt. Die SPD in der Samtgemeinde Aue beklagt, dass ihre Plakate für die Kommunalwahl geklaut und beschädigt werden. Diese Form des Vandalismus betraf am Wochenende dann auch die CDU in Uelzen.

Neben der SPD in der Samtgemeinde Aue hat es nun auch die Uelzener CDU getroffen. Die Polizei spricht in ihrer Pressemitteilung von fehlendem Demokratieverständnis. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurden die Plakate der Union beschädigt, heruntergerissen und beseitigt. Plakate von anderen Parteien, die sich daneben befanden, wurden nicht angegangen.

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„Wir stellen vermehrt fest, dass es zu Beschädigungen und Diebstählen unserer Plakate kommt“, sagt Andreas Dobslaw SPD-Ratsmitglied. Allein im kleinen Flinten seien bereits vier Staffeln entwendet wurden. Und auch in Bad Bodenteich gibt es einen Plakatschwund. Dort mache man sich sogar die Mühe die aufgehängten Plakate abzubauen und der Müllentsorgung zuzuführen, berichtet Dobslaw. Im Ortsverein würden die Rufe lauter werden die eine Strafanzeige fordern – denn zumindest in Flinten habe man den Täter beobachtet, so Dobslaw. Auch für die anderen Fälle bräuchte man Hinweise aus der Bevölkerung.

„Man ist sprachlos über so viel Dummheit und es ist sicher auch der Ausdruck eines fehlenden Demokratieverständnisses“, sagt Herbert Rathje, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. Die Vielzahl und Intensität der Taten lasse keinen anderen Schluss zu. „Wer sonst klettert in der Nacht auf Laternen, um extra Plakate abzubauen?“

Dabei gehe es nicht um den finanziellen Schaden, sondern um den Umgang mit Menschen die sich ehrenamtlich engagieren. „Wer hier aus Frust und Ablehnung Plakate zerstört oder entwendet vergeht sich nicht an der SPD, sondern vor allem an den Ehrenamtlichen selbst“, so Rathje. Diese würden in ihre Freizeit die Plakate aufhängen und sich in der Kommunalpolitik engagieren.

„Man muss unsere Ziele ja nicht teilen oder für gut befinden, aber in einer Demokratie muss man sie allemal akzeptieren“, so Rathje. Viele wüssten, gar nicht mehr das Hohe Gut der Demokratie zu schätzen. Die Alternative zur Demokratie und der fairen politischen Auseinandersetzung mit den anderen Parteien im Wahlkampf – eine Diktatur – könne doch niemand ernsthaft wollen. „Man fragt sich aber, ob die Täter mit den entwendeten und zerstörten Plakaten für so etwas ein Zeichen setzen wollen“, so Rathje.

Von Lars Lohmann

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