Jugend- und Sportausschuss Bad Bodenteich klopft Haushalt auf Sparmöglichkeiten ab

Die Aue soll für Skaterpark zahlen

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Nicht Bad Bodenteich, sondern die Samtgemeinde ist Erbe des Skaterparks, meint der Ausschuss. Die solle auch zahlen.

Bad Bodenteich/Wrestedt. Die Ausschüsse und Gemeinderäte der Samtgemeinde Aue setzen derzeit die Daumenschrauben an: Wegen des Zukunftsvertrages mit dem Land sind sie zum Sparen verpflichtet, und so pressen sie aus dem Haushaltsentwurf für 2014, der derzeit durch die Gremien geht, mögliche Sparpotenziale heraus.

So auch der Ausschuss für Jugend und Sport des Fleckens Bad Bodenteich, der nun einige Verschlankungen am Finanzplan für 2014 erarbeitet hat.

Im Bereich „Kinder, Jugend und Soziales“ beispielsweise war ein Defizit von 12 910 Euro eingeplant. Bei einem Posten hakte der Ausschuss da nach: 6860 Euro sollte es für Abschreibungen auf den Skaterpark geben, nach je etwa 11 500 Euro aus den Jahren zuvor für dasselbe Objekt. „Der Skaterpark war ursprünglich im Besitz der Samtgemeinde Bodenteich“, erklärte Ausschussvorsitzender Frank Seidel. Nach der Fusion der Samtgemeinden Bodenteich und Wrestedt zur Samtgemeinde Aue sei der Posten auf den Flecken übergegangen. „Aber der Rechtsnachfolger der Samtgemeinde Bodenteich ist nicht der Flecken Bad Bodenteich, sondern die Samtgemeinde Aue“, erklärte Seidel. Deshalb solle nun auch die Samtgemeinde die Abschreibungen für den Skaterpark übernehmen. Der Ausschuss entwickelte einen entsprechenden Antrag, dass die Kosten rückwirkend bis zum Jahr 2009 wieder erstattet werden sollen. Für 2014 würde mit dieser Einsparung das Defizit bei gut 6000 Euro landen.

Im Bereich „Freizeit, Sport und Kultur“ ging es dem Ausschuss vor allem um Zuschüsse für Vereine. Es galt, ein eingeplantes Defizit von 19 600 Euro einzudämmen. Der Ausschuss sprach sich dafür aus, den Zuschuss für den TUS Bodenteich für die Unterhaltung und Bewirtschaftung der Sportflächen von 8283 Euro auf 6000 Euro zu kappen. Trost für den TUS: In der selben Sitzung sprach sich der Ausschuss für einen gesonderten Zuschuss für die Einrichtung einer Beregnungsanlage aus. 1100 Euro würde der Flecken dafür ausgeben, das sind fünf Prozent der Gesamtkosten für den TUS.

Außerdem wurde ein Ansatz korrigiert: Für den Förderkreis Burg waren 1200 Euro eingeplant, die tatsächliche Summe seien aber knapp 700 Euro, die auch weiter an den Förderkreis gezahlt werden soll, so der Ausschussvorsitzende. Das Zahlenwerk soll entsprechend korrigiert werden. Dennoch, Seidel muss resümieren: „Auch wir rutschen in ein Defizit“.

Von Kai Hasse

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