Schützenhaus: Erneuter Antrag auf Sondernutzung 2014

Schützen verlangen eine Erklärung

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Die Bad Bodenteicher Schützen wollen wissen, warum die Türen des Schützenhauses geschlossen bleiben. Deshalb ziehen sie vors Verwaltungsgericht.

Bad Bodenteich. Einen Antrag auf Sondernutzung des Schützenhauses will die Bad Bodenteicher Schützengilde auch im nächsten Jahr stellen.

„Wir wollen wissen, warum wir 5000 Euro für ein Festzelt bezahlen mussten“, sagt Thomas Ziemer, zweiter Vorsitzender der Bad Bodenteicher Schützen, mit Blick auf die aktuelle Klage vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg.

Die Schützen verlangen eine Erklärung ihres Gemeindedirektors Alexander Kahlert und einen Einblick in die Akten, warum das Schützenhaus geschlossen wurde. Ziemer und seine Mitstreiter beklagen sich, dass ihnen keine Transparenz der Vorgänge gewährt wurde wie zum Beispiel der Schriftwechsel zwischen Landkreis und Gemeindeverwaltung sowie zwischen Gemeinde und dem Kommunalen Schadensausgleich. „Es ist für mich auch nicht glücklich“, beurteilt der zweite Vorsitzende den Gang vors Gericht. Trotz mehrfacher Aufforderung habe Kahlert nie eine schriftliche Ablehnung bei den Schützen abgegeben.

Zur Sache an sich äußern sich weder Alexander Kahlert noch Bürgermeister Edgar Staßar (CDU). „Ob man so miteinander umgehen muss – ich finde es unglücklich“, sagt der Gemeindedirektor. Aber auch Ziemer sagt im Namen der Gilde: „So richtig wohl fühlen wir uns alle nicht in unserer Haut.“ Doch: Die Gilde will das Volksfest am Laufen halten. „Man schmeißt uns so viele Knüppel in die Beine. Natürlich gibt es Wichtigeres als ein Schützenfest, aber es ist eine Tradition.“ Deshalb hatten die Schützen auch einen Antrag an die Gemeinde gestellt, die Miete des Festzeltes finanziell zu unterstützen. Doch dieser wurde abgelehnt – die Kasse ist leer und es handelt sich um eine freiwillige Leistung (die AZ berichtete). „Der Antrag ging erst zur Kommunalaufsicht des Landkreises und dann erst in den Verwaltungsausschuss. Eigentlich müsste es doch andersrum gehen“, beklagt sich Thomas Ziemer im Namen seiner Schützengilde. Der Antrag sei von den Schützen vor allem deswegen gestellt worden, weil der Flecken eigentlich das Schützenhaus kostenlos zur Verfügung hätte stellen müssen, so Ziemer. Da aber nun in einem Zelt gefeiert werden musste, hätten die Schützen gehofft, finanziell unterstützt zu werden.

Von Jörn Nolting

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