Gilde will Alternativen fürs Schützenhaus ausloten / Hintze fordert öffentliche Zahlen

Schützen suchen nach Lösung

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Das Schützenhaus in Bad Bodenteich

Bad Bodenteich. „Makaber“, sagt Oberschaffer Andreas Schröter von der Schützengilde Bad Bodenteich, sei der Gedanke daran, das 30 Jahre alte Schützenhaus abzureißen.

Wie in der AZ berichtet, sind in der vergangenen Ratssitzung des Fleckens erste Stimmen laut geworden, die forderten, das Haus zu schließen oder sogar abzureißen und neu zu bauen.

Nun will die Gilde der Politik nicht vorgreifen, die Offiziere und Vorstände der Gilde werden sich aber in dieser und zu Beginn der kommenden Woche treffen, um Alternativen auszuarbeiten. Schröter, selbst in der Baubranche tätig, glaubt daran, dass die Gilde einen Alternativplan ausarbeiten könnte. „Leider können wir das Rad nicht zurückdrehen“, sagt er mit Blick auf die Fahler beim Bau und der Abnahme des Hauses beim Bau zu Beginn der 80er Jahre. Obwohl ihn das grämt: „Wenn diese Fehler in der Vergangenheit nicht gemacht worden wären, wäre diese Situation nicht entstanden“, ärgert er sich. Eigentlich, meint der Oberschaffer für die Gilde und stellvertretend für den Oberst Holger Köhnecke, „bauen wir für die Zukunft, und nicht nur für die kommenden 30 Jahre.“

Schröter ist sich sicher: „Wir können noch Alternativen aufzeigen, die wesentlich einfacher wären als ein Abriss und Neubau“, dafür würde es, so vermutet er, verschiedene Varianten geben.

Offen bezweifelt Schröter, ob die Kostenschätzung des Ingenieur- und Architektenbüros Manfred Manke, die in der vergangenen Woche öffentlich gemacht worden war, tatsächlichbelastbar ist. Er glaubt, dass die Schätzungen auch nach pauschalen Gesichtspunkten zustande gekommen sein könnten.

Derweil fordert Dr. Horst-Michael Hintze, Vertreter der SPD/GFW-Gruppe im Rat, dass die Kostenschätzung für die Dachsanierung und die Brandschutzmaßnahmen sowie die Prüfberichte über die elektrischen und raum- und lufttechnischen Anlagen des Schützenhauses öffentlich gemacht werden. In der nächsten Sitzung solle darüber abgestimmt werden. Eckdaten der Kostenschätzung hat die AZ bereits veröffentlicht. Für weitere öffentliche Daten – was die Prüfberichte von Dekra und dem Büro Vincke und Müller über Elektrik und Lüftung betrifft – sah Gemeindedirektor Frank Juchert bisher keine Veranlassung. Diese Studien sind den Ratsmitgliedern allerdings bekannt.

Von Kai Hasse

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