Schranken für mehr Sicherheit

Spätestens im Juli mit Schranken und neuer Ampelanlage: Der Bahnübergang am Bad Bodenteicher Waldbad. Foto: Ph. Schulze

Bad Bodenteich. Der Bahnübergang am Bad Bodenteicher Waldbad wird noch vielen Mitgliedern der örtlichen Feuerwehr in schmerzlicher Erinnerung bleiben. Mitte November ereignet sich dort ein tragischer Unfall am unbeschrankten Bahnübergang. Für den 60-jährigen Autofahrer aus Bad Bodenteich kommt jede Hilfe zu spät. Der Mitarbeiter des Bauhofs und engagierte Feuerwehrmann stirbt noch an der Unfallstelle.

Nun will die Deutsche Bahn AG für mehr Sicherheit sorgen. Noch stehen dort lediglich Andreaskreuze und eine Ampelanlage. Doch das soll sich nun ändern. Auch die Gemeinde Bad Bodenteich muss sich an den Kosten mit insgesamt 35 000 Euro beteiligen. Die Gemeinde ist als Straßenbaulastträger beteiligt, weil die Straße und die Bürgersteige am Bahnübergang verändert werden müssen. Die Anlage bekommt zwei Lichtzeichen – gelb und rot – und auf jeder Seite eine halbseitige Schranke.

„Die gesamte Investition liegt bei rund 500 000 Euro“, weiß Egbert Meyer-Lovis, Pressesprecher der Deutschen Bahn AG. Die Kosten werden gedrittelt zwischen Bahn, Bund und Gemeinde, die jedoch einen Landeszuschuss erhält. Für die technische Sicherung wird im Übergangsbereich auch die Straße auf 5,50 Meter verbreitert. „Wir werden nächste Woche anfangen“, berichtet Meyer-Lovis. Ende Juni, Anfang Juli sollen die Arbeiten dann abgeschlossen sein. „Wenn es zu Einschränkungen kommt, dann geben wir rechtzeitig bescheid“, verspricht der Pressesprecher. Betroffen von den Arbeiten ist allerdings lediglich der Straßenverkehr, nicht jedoch der Bahnverkehr. Auch die Gemeinde will noch aktiv werden: Rechts und links neben dem Bahnübergang soll der Bauhof kleine Büsche und Bäume beseitigen, damit die Autofahrer bessere Einsicht haben, sagt Bürgermeister Edgar Staßar. „Im Moment fahren noch viele Autofahrer bei rot über die Ampel, weil die Ampel-Phase so lang ist“, schildert Staßar und mahnt die Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht.

Von Jörn Nolting

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