Kürbisse sowie die Herbstfrucht schlechthin locken Besucher nach Bad Bodenteich

Panzerbeeren und knackige Äpfel

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Bei sonnigem Wetter mangelte es gestern auch an diesem Apfelstand in Bad Bodenteich nicht. Der Kurort hatte zum Kürbis- und Apfeltag geladen.

Bad Bodenteich. Die größten Beeren der Pflanzenwelt lagen gestern auf dem Burggelände in Bad Bodenteich.

Jedes Jahr um diese Zeit, wenn sich der Sommer verabschiedet, zeigt sich der beginnende Herbst in seinen schönen Farben und malt diese auf die harte Schale der Panzerbeeren. Mit seinen im Fruchtfleisch einliegenden Samen gehört der Kürbis tatsächlich zur Gattung der Beeren. Dieses und noch vieles mehr erfuhren die Besucher beim Kürbis- und Apfeltag.

Von Botanikern wird der Kürbis als eine Panzerbeere bezeichnet. Der Kürbis ist die Pflanze mit den größten Samen.

Außen meist tieforange, manchmal grasgrün oder einfach herrlich bunt, meist fruchtig, frisch und gesund. Der Kürbis ist ein Farbtupfer im herbstlichen Garten. Seine unvergleichliche Sortenvielfalt lässt ihn aber auch in der Küche zu einem Knüller werden. Braten, grillen, dünsten, kochen oder pürieren, alles ist möglich. Und so standen natürlich auch einige dieser Köstlichkeiten zur Verfügung, wurden neugierigen und vielleicht auch hungrigen Besuchern lecker zubereitet angeboten. Kürbiscremesuppe beispielsweise oder süße Kürbis-Apfel-Waffeln, Kürbismarmeladen zum Mitnehmen.

Neben dem Kürbis ist natürlich der Apfel die Herbstfrucht schlechthin. Das knackige Obst hängt bereits vielerorts reif an den Bäumen und kann geerntet werden. Rund 20 Kilogramm isst ein Bundesbürger im Durchschnitt. Gestern kamen bei einigen wieder ein paar Gramm hinzu. Und die Genießer erfuhren, den Apfel am besten mit der Schale zu verzehren, liegen darin und direkt darunter doch die wertvollsten Inhaltsstoffe verborgen. Im Saftladen ließ sich der Durst mit Apfelsaft löschen oder man nahm ihn in der Vorratspackung einfach mit nach Hause.

Die Bodenteicher ehrten mit der Veranstaltung eine Frucht, der gern nachgesagt wird, den Doktor fernzuhalten, wenn man jeden Tag eine davon verzehrt. „An apple a day keeps the doctor away“, heißt es jedenfalls in einem englischen Sprichwort. Und von diesem kleinen Gesunderhalter konnte man nicht genug bekommen. Dazu hatten sich die Beschicker einiges einfallen lassen.

Der Förderverein der Grundschule lud zu einem Apfel-Parcours ein, die Schlepperfreunde zu einer Oldtimer-Traktorfahrt oder die Bodenteicher Landfrauen zu einer üppigen Kaffee- und Kuchentafel. Und schon am frühen Nachmittag konnte Kai Schüttenberg von der Kurverwaltung eine positive Bilanz ziehen. „Ein toller Erfolg, die Besucherresonanz ist heute einfach überwältigend. Wir sind sehr zufrieden.“

Von Ulrich Bleuel

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