Schließung oder Abriss vom Schützenhaus Bad Bodenteich im Gespräch

1,1 Millionen für Sanierung

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Bad Bodenteich. Die mögliche Sanierung des Schützenhauses Bad Bodenteich kostet 1,068 Millionen Euro. Das geht aus einer Schätzung des Architekten und Ingenieurs Manfred Manke aus Uelzen hervor.

Die größten Posten der Kostenrechnung sind die Arbeiten am Dach mit knapp 225 000 Euro netto, Elektroarbeiten für knapp 200 000 Euro und die Arbeiten an der Heizungs- und Lüftungsanlage mit über 50 000 Euro.

Die Schätzung ist vor einer Woche bei der Verwaltung eingegangen und wurde schon im Verwaltungshaushalt beraten. Nun kam sie in die Gemeinderatsversammlung.

Ratsmitglieder und Besucher der Sitzung zeigten sich geschockt. Vertreter der SPD/GFW-Gruppe sprachen sich für die Schließung aus und legten außerdem nahe, dass das Gebäude abgerissen werden könnte. Es hat noch einen Restwert von etwa 800 000 Euro. Auch ein Verkauf käme in Frage, diese Option wurde aber nicht weiter besprochen.

Gemeindedirektor Frank Juchert sprach aktiv an, dass Bad Bodenteich ein neues Gebäude nach einem vorherigen Abriss besser verkraften könnte als die langwierige Sanierung und spätere laufende Finanzierung.

Schon jetzt bringt der Bau in finanzieller Sicht Verluste: Mit den laufenden Kosten fährt das Schützenhaus derzeit etwa 25 000 Euro Verlust pro Jahr ein. Mietverträge für Veranstaltungen wie etwa Hochzeitsgesellschaften sind in den vergangenen Jahren zurückgegangen, nur selten wären beide Säle des Gebäudes gebucht.

Momentan hat die Nutzung des Schützenhauses die Auflage, dass ab einer Personenzahl von 200 Gästen eine Brandwache von zwei Feuerwehrmännern stehen muss. Außerdem muss der Flecken Bodenteich bis zum 30. September einen neuen Bauantrag für die Bauaufsicht des Landkreises gestellt haben – eine verbindlich als mängelfrei bestätigte Genehmigung gibt es seit dem Bau zu Beginn der 80er-Jahre nicht.

Veranstaltungen, die für den Rest des Jahres bereits gebucht sind, sollen noch stattfinden, weitere sollen nicht abgeschlossen werden.

Einen Beschluss des Rates über das weitere Verfahren in puncto Schützenhaus gab es bei der Sitzung nicht.

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Von Kai Hasse

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