Gefährliche Einmündung vor Lüder Ortseingang: Rat will Sichthilfe an Einmündung zur K15 aufstellen

Mehr Sicherheit durch Verkehrsspiegel?

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Der Landkreis hat das Ortseingangsschild von Lüder in Richtung Wohnhäuser versetzt. Nach Ansicht des Rates steigt dadurch die Gefahr an der Einmündung des Abbendorfer Wegs in die K 15.

bs Lüder. Wie gefährlich ist die Verkehrssituation am Ortseingang von Lüder aus Richtung Bad Bodenteich? Darüber diskutierte jetzt der Lüderaner Rat.

Dieser betrachtet die Einmündung des Abbendorfer Wegs in die Kreisstraße 15 als nicht zu unterschätzende Gefahr für die Verkehrsteilnehmer. Der Bereich sei nämlich schlecht einsehbar. Dort hätten sich in der Vergangenheit zwei tödliche Unfälle ereignet, hieß es im Rat. Deshalb beschloss dieser einstimmig, auf der gegenüberliegenden Seite der Einmündung einen Verkehrsspiegel anzubringen.

„Wir sehen das als letzte Möglichkeit“, sagte Bürgermeister Jürgen Schulze (CDU). Eigentlich hätte er sich gewünscht, dass das Ortsschild wieder an seinem ursprünglichen Standort auf der östlichen Seite des Elbe-Seitenkanals aufgestellt wird. Von dort hatte der Landkreis es um einige hundert Meter nach Westen – vor die ersten Wohnhäuser – versetzt (AZ berichtete).

Seitdem fahren die Autos aber mit zu hoher Geschwindigkeit in den Ort hinein, kritisierte der Gemeinderat. Auch dessen Alternativ-Vorschlag, östlich des Kanals ein Tempo-70-Schild aufzustellen, lehnte der Landkreis Uelzen ab. „Wir haben da keine rechtliche Handhabe“, gab Schulze zu. Die Kreisbehörde argumentiere, dass ein Ortsschild nur vor geschlossener Wohnbebauung stehen dürfe. Das sei östlich des Kanals aber nicht der Fall.

Daher will der Rat nun aus Mitteln der Gemeinde einen Verkehrsspiegel anschaffen. Dieser würde mindestens 300 Euro kosten. „Das sollte uns das wert sein“, meinte Schulze. Dem stimmte Christiane Kruse (CDU) zu. „Es gibt keine andere Handlungsmöglichkeiten“, erklärte sie.

Nicht ganz so dramatisch betrachtete Wolfgang Schulze (SPD) die Situation. „Ich bin den Abbendorfer Weg entlanggefahren und finde es nicht so problematisch, mich dort einzufädeln“, sagte er. Außerdem wollte er wissen, ob die Sichtdreiecke an der Einmündung überprüft worden seien. Die Sichteinschränkung werde jedoch nicht durch Büsche, sondern vor allem durch das Brückengeländer hervorgerufen, erwiderte der Bürgermeister. Letztlich stimmte der Rat geschlossen für den Spiegel.

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