Laufer darf heute Frauenarzt-Praxis eröffnen

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Sozialgericht in Hannover gibt Mediziner aus Bad Bevensen Recht / Widerspruch von Berufskollege aus Wittingen ist unzulässig.

no Bad Bodenteich. Der Prozess um um die Zweigpraxis des Frauenarztes Wolf Laufer in Bad Bodenteich ist beendet, der Widerspruch seines Berufskollegens Dr. Hendrik de Haan wurde vom Sozialgericht in Hannover abgelehnt.

„Der Widerspruch ist unzulässig“, sagt Wolf Laufer. Er geht als Gewinner aus dem Prozess und kann am heutigen Mittwoch seine Praxis offiziell eröffnen. Ab 13 Uhr können die Patientinnen vorbeikommen, telefonisch erreichbar ist er schon vorher über seine Praxis in Bad Bevensen. „Auch die Kollegen aus Uelzen sind von meiner Filiale in Bad Bodenteich betroffen, da es auch zu ihrem Einzugsgebiet gehört“, schildert der Frauenarzt aus Bad Bevensen. Widerspruch hat einzig und allein sein Kollege aus Wittingen eingelegt. Doch Hendirk de Haan begründet seinen Widerspruch. In seinen Augen hat Wolf Laufer ihn nicht über sein Vorhaben informiert und so hat er sein Widerspruchsrecht genutzt. Der Mediziner aus Bad Bevensen jedoch widerspricht und so steht Aussage gegen Aussage.

De Haan argumentiert, dass sein Kollege bezüglich des Leistungsspektrums keine Leistung über das Angebot von der Gemeinschaftspraxis de Haan und Aurora Strasser hinaus erkennt. „In der Medizin herrscht Plan- und nicht Marktwirtschaft. Eine Filiale muss genehmigt werden. Wenn wir die gleichen konkurrenzmäßigen Voraussetzungen erhalten, haben wir vor dem Mitbewerber Laufer mit Sicherheit keine Sorgen“, sagt de Haan.

Eine Kooperation wäre es für den Wittinger Mediziner gewesen, wenn Wolf Laufer ihm Sprechstundenzeiten in Bad Bevensen angeboten hätte: „Wegen unserer Praxisbesonderheiten und unserer schon jetzt vielen Patientinnen aus dem Raum Uelzen hätten wir ihm kaum Patientinnen weggenommen, dem Ruf seiner Praxis wäre dies sogar förderlich gewesen.“ Hendrik de Haan hatte auch lange darüber nachgedacht, ob er überhaupt auf die öffentlichen Darstellungen von Wolf Laufer reagieren soll, doch nun hielt er es für an der Zeit. „Wir stellen lediglich ganz normale wirtschaftliche Überlegungen an und wir würden niemals einem Kollegen drohen“, sagt de Haan. Seiner Meinung nach gibt es Lösungen, die beiden Praxen größeren wirtschaftlichen Vorteil erbrächten und die „tatsächlich Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung bedeuten würden“.

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