Keine zwei Brücken

Die Lüderaner befürchten, dass der Ort durch die A 39 und die B 190n zwischen zwei Brücken eingekeilt wird. Deshalb fordern sie eine Unterführung der Autobahn. Foto: Archiv

Lüder. Drei Punkte sind der Gemeinde Lüder beim Neubau der A 39 und der B 190n besonders wichtig – und zwar so wichtig, dass die Ratsmitglieder während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates eine Stellungnahme der Gemeinde verfassten.

Der erste Punkt betrifft die Landwirte, denn durch die Trassenverschiebung vom Elbe-Seitenkanal weg verlieren sie über 50 Hektar mehr Land, als ursprünglich geplant (die AZ berichtete). „Wir unterstützen in unserer Stellungnahme die Forderungen der Landwirte“, verkündete Lüders Bürgermeister Eberhard Siemeke.

Punkt zwei dreht sich um den Anschluss der Autobahn 39 an die Landesstraße 270 im Bereich Neulüder. „Die Autobahn soll unter der Landesstraße und unter der Bahnlinie hindurch führen“, fordert die Siemeke im Namen der Gemeinde. Die Kommune befürchtet, dass es durch ein Brückenbauwerk zu Sichtbehinderungen und vor allem Lärmbelästigungen kommen wird. „Für uns ist nicht nur der Aspekt A 39 zu sehen, sondern auch die B 190n im Nordosten von Lüder“, schildert der Bürgermeister. Denn die so genannte Querspange führt nach bisherigen Planungen über die Schienen, die Kreisstraße 15, die Aue und den Elbe-Seitenkanal. „Lüder wäre eingekeilt von zwei riesigen Brücken – das wollen wir nicht“, schildert Siemeke die Befürchtungen der Gemeinde. Eine Stellungnahme hatte die Gemeinde Lüder bereits abgegeben, nun ist die Stellungnahme noch ausführlicher ausgearbeitet worden. Zwar wurde der Gemeinde schon gesagt, dass es in diesem Fall nur um die Anbindung der A 39 an die L 270 gehe, doch für die Vertreter der Gemeinde darf die B 190n nicht außer Acht gelassen werden.

Und Eberhard Siemeke ist schon klar, dass die Kosten für eine Unterführung höher liegen als für eine Brücke, doch „das Kostenargument reicht uns nicht aus“. Die Lüderaner wollen erreichen, dass sich die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg mit den Einwendungen beschäftigt.

Von Jörn Nolting

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