Kaserne wird leergeräumt

Keine Flüchtlinge mehr in Notunterkunft auf BGS-Gelände in Bad Bodenteich

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Die letzten knapp 30 Flüchtlinge aus der Notunterkunft Bad Bodenteich sind auf Kommunen verteilt worden.

Bad Bodenteich. Es ist still geworden auf dem Gelände der ehemaligen Bundesgrenzschutz-Kaserne am Rand von Bad Bodenteich.

Bereits seit drei Wochen steht die Flüchtlings-Notunterkunft leer, bestätigt Meike Karolat, Sprecherin des DRK-Kreisverbands Uelzen, der zu Spitzenzeiten im Februar/März 660 Hilfesuchende vor allem aus Syrien, dem Irak und Afghanistan betreute. Im Juli befanden sich wegen der sinkenden Flüchtlingszahlen nur noch knapp 30 Personen auf dem Kasernengelände. Sie wurden nach Auskunft von Matthias Eichler, Sprecher des Innenministeriums, auf Kommunen in ganz Niedersachsen verteilt.

„Die Einrichtung wird zurückgebaut“, informiert Meike Karolat. Betten, Waschmaschinen und weiteres Inventar werde das Land einlagern. Auch die Mitarbeiter der Einrichtung müssen sich umorientieren. Einen Teil, rund 40 Personen, konnte der Kreisverband in anderen Positionen unterbringen. „Es wurde mit jedem ein Gespräch geführt, was für ihn interessant sein könnte“, so Karolat. Dennoch sind noch nicht alle Modalitäten der Abwicklung klar: „Viele Dinge wissen wir selber noch nicht.“

Der Mietvertrag des Landes für das BGS-Gelände läuft laut Ministeriums-Sprecher Eichler im Dezember aus. Es könnte jedoch sein, dass es sich die Option auf die Privatimmobilie sichert. Angesichts der Krisenherde in Syrien und Afrika und der Lage an den Außengrenzen der EU seien neue Flüchtlingsströme nicht auszuschließen. „Vor diesem Hintergrund wurde ein flexibles Kapazitätskonzept entwickelt, welches ‘ruhende’ und ‘aktive’ Plätze vorsieht“, berichtet Eichler. Ob Bodenteich als Reservestandort genutzt werde, stehe noch nicht fest.

Von Gerhard Sternitzke

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