Sozialdemokraten reagieren auf Bad Bodenteicher Rathaus-Diskussion

Keine Absprache im Vorfeld

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Bleibt im Fusionsvertrag unerwähnt: Das Rathaus in Bad Bodenteich bleibt bis zum 31. Dezember 2012 Standort des Bürgerbüros. Danach wird weiterdiskutiert.

Bad Bodenteich. Mit Erstaunen haben Andreas Dobslaw und Kai Städing vom SPD-Ortsverein Aue auf die Aussagen von Claus-Dieter Reese, Edgar Staßar und Rainer Kölling in Bezug auf das Bad Bodenteicher Rathaus – inzwischen Bürgerbüro – reagiert (die AZ berichtete).

„Eine Absprache oder Vereinbarung über den Standort des Bürgerbüros in Bad Bodenteich hat es mit uns zu keiner Zeit gegeben“, betonen die beiden Sozialdemokraten mit Blick auf die Zeit vor der Fusion der Samtgemeinden Bodenteich und Wrestedt.

Die Einrichtung eines Bürgerbüros in Bad Bodenteich war hingegen nie strittig. Der amtierende Bürgermeister der Samtgemeinde Aue, Harald Benecke, hatte laut Dobslaw unmissverständlich ausgeführt, dass es eine derartige Vereinbarung nie gegeben habe. „Im Fusionsvertrag gibt es keinen Hinweis zu einem Bürgerbüro in Bad Bodenteich. Es ist lediglich von ‘bürgernahen Dienstleistungen’ die Rede“, erklärt Benecke. Am Montag erfolgte eine Klarstellung in einem internen Rundschreiben des Bürgermeisters der Samtgemeinde Aue an alle Ratsmitglieder. „Dies bestätigt unsere Aussage nachhaltig und es wird unmissverständlich deutlich, dass die CDU zum damaligen Zeitpunkt die Verhandlungen parteiintern und eben nicht, wie immer behauptet, ergebnisoffen mit allen Beteiligten geführt hat“, unterstreichen Dobslaw und Städing. In ihren Augen rächt sich nun die damalige Vorgehensweise der CDU, die von ihnen an verschiedenen Stellen immer wieder kritisiert wurde. Vor diesem Hintergrund fordern sie die gesamte CDU in der Samtgemeinde Aue auf, die Themen auf sachlicher Ebene zu diskutieren und unsachliche Presseveröffentlichungen zu unterbinden. Die Bevölkerung erwarte sachliche Lösungen und keine emotionalen Berichte. „Der Zukunftsvertrag verpflichtet uns zum Sparen, und dies sollte vorher jedem Beteiligten klar gewesen sein“, betont Dobslaw. Abschließend werfen die beiden SPD-Vertreter die Frage auf, warum ein Rathaus in Bad Bodenteich als Standort für das Bürgerbüro zwingend erhalten werden müsse, wenn selbst die Beschwerdeführer im Artikel mit den Worten zitiert werden „In fünf Jahren müssen wir nach einer Alternative suchen“.

Bis zum 31. Dezember 2013 bleibt vorerst alles beim Alten – darauf hat sich die Politik einstimmig festgelegt. Klar ist jedoch, dass es auch darüberhinaus ein Bürgerbüro im Flecken geben wird. Nur der Standort könnte sich eben ändern.

Von Jörn Nolting

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