Unterhaltungsmaßnahme statt Sanierung der Bad Bodenteicher Jägerstraße möglich

Hoffnung für die Anlieger

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Polizeihauptkommissar Frank Rathje (von links), Gemeindedirektor Frank Juchert und Bürgermeister Edgar Staßar vor dem Schild, das den Schwerlastverkehr auf der Jägerstraße unterbinden soll.

Bad Bodenteich. Es ist etwas zu klein ausgefallen, das Schild, dass vor allem Lkws die Durchfahrt durch die Jägerstraße künftig untersagt. „Das Problem sind die Navigationsgeräte“ sagt Polizeihauptkommissar Frank Rathje, Leiter der Polizeistation Bad Bodenteich.

Sie nämlich führen den Schwerlastverkehr, der von der Bundesstraße 4 kommt, durch die Jägerstraße und eben nicht durch die Industriestraße zu den dort ansässigen Firmen.

Der Grund für das Durchfahrtsverbot für Lkw liegt auf der Hand: Die Jägerstraße ist sanierungsbedürftig und eigentlich hatte der Verwaltungsausschuss im vergangenen Jahr beschlossen, die Straße im Jahr 2014 auszubauen und ein Jahr später dann mit den Anliegern abzurechnen, denn die tragen einen prozentualen Anteil an den Kosten für einen Ausbau. Aus diesem Grund wird die Sanierung bei vielen Anwohnern kritisch gesehen (die AZ berichtete). Der Verwaltung liegt sogar eine Unterschriftenliste der Anwohner vor. „Wir haben jetzt den Auftrag von der Politik erhalten, das Bauvorhaben prüfen zu lassen“, sagt Gemeindedirektor Frank Juchert. Heißt: Weg vom Vollausbau der Straße und hin zu geringeren Maßnahmen, um die Straße zu erhalten. „Die Anwohner müssten sich nur bei einem Vollausbau beteiligen, bei Unterhaltungsmaßnahmen nicht“, erklärt Juchert. Im Falle eines Ausbaus wird die Gesamtsumme zu 75 Prozent auf die Anwohner übertragen. Die Kosten werden je nach Grundstücksgröße ermittelt. Der Flecken Bad Bodenteich übernimmt die restlichen 25 Prozent. Im Falle einer Unterhaltungsmaßnahme trägt der Flecken die gesamten Kosten.

Der erste Schritt zum Erhalt der Straße ist nun mit dem Durchfahrtsverbot für Lkws getan. Damit sich die Brummi-Fahrer auch daran halten, wird von Zeit zu Zeit die Polizei dort kontrollieren. „Wir informieren rechtzeitig über das Ergebnis, damit die Anlieger gegebenenfalls schon mal Geld ansparen können“, sagt Bad Bodenteichs Bürgermeister Edgar Staßar. Die Kosten sind abhängig von der Grundstücksgröße. „Die Parktaschen kommen nicht weg“, sagt der Bürgermeister, da einige Anwohner genau das befürchten. Die Ergebnisse der Prüfung werden zuerst der Politik vorgestellt, aller Wahrscheinlichkeit nach im Verwaltungsausschuss des Fleckens, der nicht-öffentlich tagt. Auch die Prüfungsergebnisse der Regenwasser- und Abwasserkanäle werden zuerst in den politischen Reihen vorgestellt.

Von Jörn Nolting

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