Günstiger durch Straßensanierung

Aufgrund von Sanierungsmaßnahmen der Landesstraßenbaubehörde könnte das Radwegekonzept durch Bad Bodenteich kostenmäßig günstiger werden. Foto: Ph. Schulze

Bad Bodenteich. Seit 2007 steht das Bad Bodenteicher Radwegekonzept – nun wird es umgesetzt. „Und auch im Haushalt steht es bereits drin“, unterstreicht Bürgermeister Edgar Staßar (CDU). Der Landkreis Uelzen habe bereits den Haushalt geprüft und genehmigt. Damit reagiert Staßar auf die Aussagen des SPD-Ratsherren Wilfried Nickel, der Kritik am Radwegekonzept übte.

„Vor vier Jahren haben wir das Radwegekonzept unabhängig planen lassen. Das Konzept wird darüberhinaus von einer unabhängigen Gesellschaft geprüft“, betont der Bürgermeister. Außerdem, so Staßar, wurde das Konzept einstimmig beschlossen – auch von den Ratsmitgliedern der SPD und der Wählergemeinschaft. Und da sich nun auch die Landesstraßenbaubehörde gemeldet hat und einen Teil der Straße sanieren will, auf der die Radwege verlaufen, wollen die Bodenteicher nun einen Teil der Arbeiten vorziehen. „Wir hoffen, dass es dadurch auch günstiger für uns wird“, so der Bürgermeister. Um so mehr ist Staßar erstaunt, dass nun auch Ratsherr Heinz-Joachim Priebe von der Wählergemeinschaft Aue das Radwegekonzept kritisiert.

Priebe hält den Vorschlag für „unübersichtlich und teuer“ und erinnert daran, dass es „das ursprüngliche Ziel in Bad Bodenteich war, den Autoverkehr generell zu verlangsamen, um dadurch alle Verkehrsteilnehmer besser zu schützen“. Deshalb plädiert er dafür, beidseitig Schutzstreifen für Radfahrer zu installieren. „Damit werden absichtlich vorgeschriebene Fahrbahnbreiten unterschritten“, sagt Priebe, „und Autofahrer müssen so lange hinter Radfahrern bleiben, bis ein entgegenkommendes Kraftfahrzeug vorbei ist.“ Doch genau da liegt das Problem, denn bei der Breite der Straße sind zwei Radwege nicht zulässig. Die Breitenanforderungen ergeben sich aus der Straßenverkehrsordnung und den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen.

Auf der Neustädter Straße wäre beispielsweise ein absolutes Halteverbotes notwendig, wenn Schutzstreifen auf beiden Seiten erstellt werden sollen. „Dann würden sich die Geschäftsleute beschweren“, weiß Edgar Staßar. Er hält das geplante Radwegekonzept für „logisch“ und hält es nur für notwendig, dass die Radfahrer sich an das Rechtsfahrgebot halten. „Ich möchte, dass Radfahrer geschützt werden“, unterstreicht der Bürgermeister und räumt ein, dass der Radweg für Fremde noch „gewöhnungsbedürftig“ sei.

Der Schwerlastverkehr nimmt laut Staßar ständig zu. „Es handelt sich in erster Linie um Mautflüchtlinge“, mutmaßt der Bürgermeister.

Von Jörn Nolting

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