Folgen der Fusion: Abwasserverband Aue künftig wohl ein Eigenbetrieb der neuen Samtgemeinde

Gebühr stabil bis 2015

Im Rahmen der Fusion der beiden Samtgemeinde Bodenteich und Wrestedt wird auch der Abwasserverband Aue neu strukturiert. Doch für die Nutzer gibt es keinen Nachteil: Bis 2015 bleiben die Gebühren stabil. Foto: Mahler

Bad Bodenteich/Wrestedt. Bis 2015 werden keine Gebührenerhöhungen vorgenommen, wenn die Geschäftslage so bleibt wie bisher – diese gute Nachricht konnte Hans-Hermann Schulze, Vorsitzender des Abwasserverbandes Aue, während der vergangenen Verbandsversammlung verkünden.

Das Geschäftsjahr 2010 schloss mit einem Jahresgewinn von 38 811 Euro ab. „Das produktive Jahresergebnis ist auf einen überpropotionalen Anstieg der abgerechneten Abwassermenge und damit einem Anstieg der Erlöse und dem Rückgang bei der Material- und Zinsaufwendungen zurückzuführen“, sagt Geschäftsführer Rainer Kölling. Die Entsorgungsmenge erhöhte sich auf nunmehr 526 000 Kubikmeter durch neue Anschlüsse und Nachveranlagung. Im Laufe des Geschäftsjahrs wurden neue Grundstücke in Wieren erschlossen. In Bad Bodenteich wurden Kanalrohre mittels Inlinern saniert und eine Sanierung der Abwasserkontrollschächte mittels beständiger Beschichtung fortgeführt. Von den 106 Kilometern Freispiegelleitungen wurden rund 31 Kilometer gespült. „Da ab 2012 nach der Finanzplanung mit negativen Jahresergebnissen zu rechnen sein wird, sollen diese mit dem vorhandenen Bilanzgewinn verrechnet werden, so dass bei gleichbleibender Geschäftslage im Planungszeitraum bis 2015 keine Gebühreerhöhung vorgenommen werden muss“, blickt Kölling voraus. Der Gewässerbeauftragte Lutz Ripke gab einen kurzen Überblick über den hohen Fremdzufluss durch Grundwassereintrag und mögliche Sanierungsmaßnahmen. Doch die zentrale Frage für die Verbandsmitglieder lautete: Wie geht es weiter mit dem Abwasserverband im Rahmen der Fusion? Der Verband wird sich zum 31. Dezember auflösen, und das Vermögen wird auf die Samtgemeinde Aue übertragen. Den Übergang vom 1. November bis zum 31. Dezember übernimmt Geschäftsführer Kölling.

Der Abwasserverband gab der Samtgemeinde Aue einstimmig die Empfehlung, den Übergang in einen Eigenbetrieb zum 1. November zu beschließen. „Eine Anstalt des öffentlichen Rechts musste aus rechtlichen Gründen verworfen werden“, erklärt Kölling, und so wird der Abwasserverband ein selbstständiges Unternehmen innerhalb der Samtgemeinde.

Von Jörn Nolting

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