Fachausschuss empfiehlt zeitgleiche Einführung

Grundschulen in Bodenteich, Wieren und Wrestedt: Ganztagsbetrieb ab Sommer 2018?

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Der Schulausschuss der Samtgemeinde Aue schaute sich unter anderem die Mensa der Grundschule Holdenstedt an. Dort erläuterte die kommissarische Schulleiterin Bärbel Brandt (4. von rechts) die Erfahrungen mit dem neuen Ganztagsschulbetrieb.

Bad Bodenteich/Wieren/Wrestedt. Das Ganztagsangebot in den Grundschulen Bad Bodenteich, Wieren und Wrestedt soll zeitgleich im August 2018 eingeführt werden. Das hat jetzt der Schulausschuss der Samtgemeinde Aue einstimmig empfohlen.

Geklärt werden muss noch die Frage, ob es offene oder teilgebundene Ganztagsschulen werden sollen. Darüber muss der neue Schulausschuss befinden, der ab November zusammentritt. Den Beschluss fasst dann letztlich der Samtgemeinderat.

Fingerzeige für dieses Vorhaben bekam der Schulausschuss jetzt bei einer Besichtigung der Grundschule Holdenstedt und der Uelzener Sternschule. Dort gibt es seit diesem Schuljahr eine offene – also freiwillige – Ganztagsbetreuung. Sie dauert in Holdenstedt bis 15.15 Uhr und in der Sternschule bis 15.30 Uhr.

Welche Erfahrungen haben beide Schulen mit der Bestellung und Ausgabe des Mittagessens gemacht? Was haben Bau und Einrichtung der Mensen gekostet? Wie läuft die Nachmittagsbetreuung konkret ab? Diese Fragen richteten die Ausschussmitglieder an Holdenstedts kommissarische Schulleiterin Bärbel Brandt und an Sternschul-Rektorin Dörthe Reinhold. Beide berichteten, dass die anfänglichen Schwierigkeiten des Ganztagsbetriebs schrittweise behoben worden seien. Zudem gaben Brandt und Reinhold Tipps für die geplante Einführung von Ganztagsgrundschulen in Bad Bodenteich, Wieren und Wrestedt.

Die Beschlussempfehlung des Schulausschusses war eindeutig. „Wir sollten den Ganztagsbetrieb so schnell wie möglich realisieren, und zwar an allen drei Standorten gleichzeitig“, forderte Herbert Rathje (SPD) und stieß damit auf Zustimmung bei Christiane Kruse (CDU).

Wrestedts Grundschulleiterin Annette Schneider bat darum, dass der Samtgemeindeausschuss bis zum Beginn der Osterferien 2017 eine Entscheidung über die Einführung der Ganztagsschulen trifft. Dieser Termin sei wichtig, damit die drei Schulen anschließend genügend Zeit hätten, ihre Ganztagskonzepte zu erarbeiten. Diese müssten spätestens am 1. Dezember 2017 vorgelegt werden, damit das neue Angebot im August 2018 starten könne, erklärte sie.

„Der Zeitplan hört sich gut an. Es wird aber ziemlich eng bis zu den Osterferien“, meinte Max Lemm (CDU). Der neue Samtgemeinderat tage nämlich erstmals im November und habe dann als große Aufgabe die Verabschiedung des Haushalts vor sich.

Am 29. August werde sich der nichtöffentliche Samtgemeindeausschuss mit den Ganztagsplänen beschäftigen, kündigte Verwaltungschef Harald Benecke an. Ein Architekt könnte danach Kostenschätzungen für den Umbau der drei Schulen abgeben. „Dann hätte man schon mal eine Basis für den neuen Samtgemeinderat“, sagte Benecke.

Von Bernd Schossadowski

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