Projektwerk Bodenteich bedauert ausbleibende Unterstützung der Gemeinde

Enttäuscht vom Flecken

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Das Projektwerk Bad Bodenteich strebt ein gutes Verhältnis mit den öffentlichen Organen und Betrieben der Region an. Die Einrichtung will das BGS-Gelände im Flecken kaufen, Politik und Verwaltung zweifeln jedoch am Finanzierungskonzept.

Bad Bodenteich. Mit Enttäuschung reagiert Markus Schmidt vom Projektwerk Bad Bodenteich auf die ausbleibende Unterstützung der Gemeinde.

„Ich finde es bemerkenswert, dass Ihre Antwort auf unsere Anfrage nach ideeller und politischer Unterstützung nach rund zwölf Wochen nur in der Bitte um die Zusendung eines Finanzkonzepts bestand“, schreibt er vorwurfsvoll an den Gemeindedirektor Alexander Kahlert. Dabei, so betont Schmidt in seinem Schreiben, sei ein solches Konzept für die Übernahme des ehemaligen BGS-Geländes in Bad Bodenteich seit Anfang November dieses Jahres auf der Internetplattform des Projektwerks einsehbar.

Enttäuscht war Schmidt besonders darüber, dass er die Haltung der Gemeinde Bad Bodenteich aus der AZ erfahren musste. „Diese Unstimmigkeiten würde ich gern ausräumen“, schreibt der Investor. Deshalb bittet er darum, erneut dem Rat der Gemeinde sein Finanzierungskonzept vorzutragen.

Die Grundidee der Finanzierung: Bis Sommer 2014 sollen rund 100 Genossen zusammenkommen. „Derzeit liegt die Zahl bei rund 30“, schildert Schmidt. Anfragen gebe es aus dem gesamten Bundesgebiet, nicht jedoch aus der Region. „Da drängt sich die Frage auf, was es mit der häufig zitierten Formel ,unser BGS-Gelände’ auf sich hat“, wundert sich Schmidt.

Die Genossen sollen durchschnittlich 7500 Euro einzahlen und dadurch ein Anrecht auf Gebäude- und Geländenutzungsflächen erhalten. Die Betriebskosten und die allgemeinen Investitionen werden umgelegt. Die Investitionen für den jeweiligen Flächenanteil der Genossen tragen diese nach Maßgabe ihres Anspruchs selbst. „Die Immobilie ließe sich damit völlig ohne Eigenkapital erwerben und betreiben“, schildert Schmidt.

„Wir sind froh über einen Interessenten“, sagt Bad Bodenteichs Gemeindedirektor Alexander Kahlert, schränkt jedoch ein, dass dem Rat und der Verwaltung zugestanden werden müsse, dass sie das Konzept unter finanziellen Gesichtspunkten kritisch sehen. „Bis heute hat das Projektwerk nicht das Geld für das erste Gebäude zusammen“, stellt Kahlert fest.

„Der Kauf der Liegenschaft durch uns, den wir weiterhin sehr zuversichtlich in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres anstreben und dafür anhand des Interesses gute Chancen sehen, ist nicht von der politischen Unterstützung des Rates abhängig. Gleichwohl streben wir weiterhin ein gutes einvernehmliches Verhältnis mit den öffentlichen Organen und Betrieben der Region an“, sagt Markus Schmidt abschließend. Und tatsächlich: Das Gelände gehört der Bundesrepublik Deutschland, verwaltet wird es von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

„Der Flecken Bad Bodenteich hat da keine Aktien drin. Wir können nur einen Bebauungsplan aufstellen, um eine bestimmte Art der Nutzung auszuschließen“, weiß der Gemeindedirektor.

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