Mehr Akutbetten? Seepark-Klinik hofft auf grünes Licht aus Hannover / Reha-Bereich wird erweitert

Entscheidung fällt im Dezember

Weiter am Wachsen: In der Seepark-Klinik soll für 2,2 Millionen Euro mehr Raum für Reha-Patienten entstehen . Foto: Ph. Schulz

Bad Bodenteich. In Bad Bodenteich blickt man in knapp drei Wochen mit Spannung nach Hannover: „Am 11.

Dezember tagt der Krankenhaus-Planungsausschuss“, erklärt Heinke Traeger, Pressesprecherin des niedersächsischen Gesundheitsministeriums, „da wird die Seepark-Klinik Thema sein. “.

Konkret geht es dabei um eine Erhöhung von derzeit 34 auf 57 Akutbetten, insbesondere für Patienten, die an Magersucht oder Bulimie leiden. Hintergrund: Die Seepark-Klinik hatte einen entsprechenden Antrag beim Gesundheitsministerium gestellt (AZ berichtete). Der Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten ergibt sich aus einer stetig wachsenden Zahl an Erkrankten. Niedersachsens Gesundheitsministerin Aygül Özkan hatte sich im August persönlich ein Bild von der Klinik in Bad Bodenteich gemacht und anschließend auf die Entscheidung des Krankenhaus-Planungsausschusses verwiesen. Von der Zustimmung durch Politik, Verwaltung und Krankenkassen hängt auch ab, ob für die gegebenenfalls steigenden Kapazitäten ein Erweiterungsbau auf dem Klinikgelände entsteht.

Unabhängig von der Entscheidung über die Akutbetten steht ein anderes Bauvorhaben kurz vor seinem Startschuss: Für die Rehabilitationsklinik soll ein Anbau am südlichen Ende des bisherigen Gebäudes entstehen, in dem 32 Betten Platz finden. Dort werden vor allem Patienten mit Depressionen, Angststörungen oder aber Burnout behandelt. „Es gab Befürchtungen, dass sich die Rehabilitationsklinik im Falle einer Akutbettenerhöhung einschränken müsste“, berichtet der kaufmännische Direktor der Klinik, Ulrich Fernim. Der neue Anbau dürfte diese Bedenken zerstreuen, immerhin handelt es sich dabei laut Fernim „im Gegenteil sogar um eine Erweiterung des Rehabereichs“.

Eine letzte Detailfrage zum Grundstück müsse noch geklärt werden, dann könne das rund 2,2 Millionen Euro teure Vorhaben realisiert werden. Und das könnte ganz schnell gehen: „Durch die Modulbauweise wäre der Anbau innerhalb von vier Monaten bezugsfertig“, sagt Fernim. Die moderne Ausstattung der neuen Räume käme dann den Patienten zugute, doch auch die Gemeinde würde von der Erweiterung profitieren, so Fernim: Durch den höheren Bedarf an Reinigungs-, Küchen- und Pflegepersonal sowie Psychologen und Ärzten entstünden etwa zehn neue Arbeitsplätze.

Das hört auch Bürgermeister Edgar Staßar (CDU) gerne: „Wir sind froh über jeden Arbeitsplatz, denn so wird es jungen Menschen ermöglicht, sich hier anzusiedeln beziehungsweise nicht wegziehen zu müssen.“

Von Karsten Tenbrink

Kommentare