Ehemaliges BGS-Gelände in Bad Bodenteich: Projektwerk sucht Investoren für Genossenschaft

Der Kauf verzögert sich

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Im Moment hat das Projektwerk Bad Bodenteich noch nicht genügend Geld zusammen, um das ehemalige BGS-Gelände kaufen zu können.

Bad Bodenteich. Noch gehört das ehemalige BGS-Gelände der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BImA). Mieter ist bis 2018 die Landespolizei.

Und Markus Schmidt vom „Projektwerk Bad Bodenteich“ aus Buchholz befüchtett, dass es vermutlich auch noch ein wenig dauern wird, bis der Besitzer wechselt. Schmidt und seine Mitstreiter hatten, wie berichtet, als Investoren den Zuschlag bekommen und können das 25 Hektar große Gelände mit 35 Gebäuden für insgesamt 750 000 Euro kaufen.

Schmidt hatte noch Anfang August angekündigt, dass die Sanierung im April des nächsten Jahres starten solle. „Es ist ein Vorhaben, das auf Gemeinschaft basiert“, sagt Schmidt. Als Genossenschaft sucht das Projektwerk daher weitere Investoren. Das können private und gewerbliche Interessenten sein. „Wir haben eine Reihe Investoren im Hintergrund, aber keiner will der Erste sein“, lautet die aktuelle Einschätzung des Buchholzers.

„Im Moment haben wir den Kaufpreis nicht“, gesteht Schmidt. Außerdem reichen die 750 000 Euro allein nicht aus, denn Schmidt und seine Mitstreiter bräuchten darüberhinaus einen finanziellen Puffer – allein schon, um das Gelände beheizen zu können. Der günstige Kaufpreis für das gesamte Gelände soll an die möglichen Investoren weitergegeben werden. Aber: Mit der BiMA wurde ausgehandelt, dass das Vorhaben ein wenig länger dauert als ursprünglich geplant. Sollte es andere Interessenten für das Bad Bodenteicher Gelände geben, dann fänden Gespräche mit der Bundesanstalt statt.

„Multidimensionale Inklusion“ wollen Schmidt und seine Mitstreiter auf dem Gelände leben. Die Idee: Alt und Jung leben und arbeiten auf dem Arreal, auf dem einst die Bundespolizei heimisch war. Das Projekt fußt dabei auf vier Säulen: Jugendarbeit, betreutes Wohnen für aktive Senioren, Wohnraum für Familien und Auszeit-Kultur. Alle vier bis sechs Wochen kann das Areal von jenseits des Zauns besichtigt werden. „Einen Termin auf dem Gelände zu bekommen ist immer noch schwierig“, so Schmidt. Im April soll eine Art Tag der offenen Tür stattfinden.

Aus persönlichen Gründen nicht mehr beim Projektwerk dabei ist der Sozialmanager, Unternehmensberater und Pädagoge Matthias Korf. Er hatte das Vorhaben während einer Ratssitzung in Bad Bodenteich federführend vorgestellt.

Von Jörn Nolting

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