Dach in Reinstorf soll erneuert werden / Drei Gremien beraten gemeinsam über EU-Förderung

Schwere Last fürs Feuerwehrhaus

+
Tonpfannen sollen auf das Dach des Feuerwehrgerätehauses Reinstorf – eine Verschönerung, die mit EU-Mitteln gefördert werden könnte. Ob der Unterbau das Gewicht aushält, ist noch unklar.

Reinstorf/Lüder. Gleich drei Gremien der Samtgemeinde Aue und der Gemeinde Lüder haben zusammen getagt, um die Dorferneuerung in der Gemeinde Lüder zu besprechen.

Konkret ging es um vier mögliche Verbesserungen in Reinstorf und Lüder, für die es EU-Fördermittel vom Amt für Landentwicklung in Lüneburg geben könnte. Schaffen könnte es aber nur eine: die Sanierung des Daches des Feuerwehrgerätehauses in Reinstorf. Fraglich ist dabei aber noch, ob ein neues Dach zu schwer wäre für den Unterbau des Baus – und ob die Zeit zum Bau reicht.

Der Ausschuss für Bau- und Kulturwesen der Gemeinde Lüder sowie der Samtgemeindeausschuss und der Bauausschuss der Samtgemeinde Aue waren zusammengekommen, um die vier möglichen Projekte zu besprechen: die Sanierung des Daches des Feuerwehrgerätehauses Reinstorf, der Anbau am Feuerwehrgerätehaus, die Herrichtung einer Umkleide für die Feuerwehr und die Dachsanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Lüder. Die Kosten für diese Projekte bewegen sich zwischen etwa 40 000 und fast 196 000 Euro.

Keinen Zuschuss wird es geben für die drei letzten Projekte. Das stellte Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke klar. „Sie entsprechen nicht den Richtlinien für eine Förderung“, meint er, Neubauten würden nicht berücksichtigt. Es blieb das Dach des Feuerwehrhauses in Reinstorf.

75 225 Euro könnte das voraussichtlich kosten, eine Förderung beliefe sich auf 47 411 Euro. „Wir sind von der höchstmöglichen Summe ausgegangen“, erklärt Benecke den hohen Betrag – fest stehe er aber noch nicht: Seine Höhe beruht auf der Annahme, dass vor der Dacherneuerung noch der Dachunterbau verstärkt werden muss. Denn was oben aufs Dach soll, ist schwer: Tonpfannen sind vorgesehen – statt des leichten bisherigen Dachbelages. Sie sollen der Verschönerung dienen. Noch muss allerdings festgestellt werden, ob eine Verstärkung des Dachunterbaus notwendig ist.

Selbst wenn das neue Dach in Reinstorf gefördert werden würde – fraglich sei der Erfolg laut Benecke dennoch. Selbst bei Förderung blieben Kosten von knapp 28 000 Euro – zu viel für das Gemeindesäckel. Und in zwei Monaten müsste der Bau fertig sein, um die Fördermittel für 2013 zu sichern. So blieb nur die Hoffnung, dass der Dachunterbau stark genug ist, die Gesamtkosten demnach geringer würden.

Von Kai Hasse

Kommentare