Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus in Reinstorf wird zurzeit saniert / Alte Eindeckung enthielt Asbest

Ein Dach aus dunklen Wellplatten

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Mit Hilfe eines Krans werden die Eternit-Wellplatten auf das Dach des Reinstorfer Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshauses gebracht. Dieses wird zurzeit neu eingedeckt.

Reinstorf. Dumpfe Hammerschläge und das Kreischen eines Trennschleifers ertönen vom Dach des Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshauses in Reinstorf. Unterdessen schweben dunkelbraune Eternit-Wellplatten mit Hilfe eines ferngesteuertem Krans hinauf.

Arbeiter einer Wierener Holzbaufirma sind zurzeit dabei, die etwa 450 Quadratmeter große Dachfläche des Gebäudes neu einzudecken.

„Wir wollen damit in dieser Woche fertig werden. Nächste Woche werden wir dann das Flachdach über dem Eingang sanieren“, kündigt Firmenchef Klaus Horstmann im AZ-Gespräch an. Zuvor hat die Firma die alten Dachplatten ausgebaut und entsorgt. „Sie waren asbesthaltig“, erläutert Horstmann. Außerdem wurden neue Dachlatten angebracht, die alten Binder im Bereich des Feuerwehrhauses statisch verstärkt und das gesamte Dach mit einer neuen Wärmedämmung versehen.

Bei Aues Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke und den Reinstorfer Vereinen sorgen die aktuellen Bauarbeiten für Freude. Denn es herrschte lange Zeit Ungewissheit, wann und zu welchem Preis das Dach des Hauses erneuert werden kann (AZ berichtete). Die Gesamtkosten werden sich laut Benecke auf rund 65 000 Euro belaufen. Davon entfallen etwa 20 000 Euro auf das Dach des Gerätehauses. Von Anfang an war klar, dass die Samtgemeinde Aue als Trägerin des Feuerschutzes für die Sanierung dieses Bereichs aufkommt. Strittig war hingegen, wer die restlichen 45 000 Euro für die neue Dacheindeckung des angrenzenden Dorfgemeinschaftshaus finanzieren würde. Dieser Gebäudeteil gehört der Gemeinde Lüder.

Letztlich verständigten sich die Beteiligten auf einen Kompromiss: Wegen der überwiegenden Nutzung des Gebäudes durch die örtliche Feuerwehr übernimmt die Samtgemeinde Aue zwei Drittel dieser Summe, also rund 30 000 Euro. Die Gemeinde Lüder steuert die fehlenden 15 000 Euro bei.

Damit sei eine gute Lösung gefunden worden, meint Be-necke. Er lobt auch das Engagement der Freiwilligen Feuerwehr und des Schützenvereins Reinstorf sowie der Dorfgemeinschaft bei der Sanierung des Gebäudes: „Sie haben einiges an Eigenleistung erbracht.“ Die Fahrzeuge der Ortswehr seien während der Arbeiten in einem Gebäude auf dem Hof von Holger Heitsch in Reinstorf untergebracht. Im Gerätehaus hätten die Fahrzeuge auch nicht bleiben können, denn vor den Einfahrtstoren steht derzeit ein Baugerüst.

Bis Ende März, so hofft Benecke, werden die Dacharbeiten abgeschlossen sein. „Sie liegen gut im Zeitplan“, erklärt der Samtgemeindebürgermeister. Er ist sich sicher: „Das Schützenfest kann im Sommer unter einem neuen Dach gefeiert werden.“

Von Bernd Schossadowski

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