„Chance für einen Neuanfang“

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Mit der Unterzeichnung der Fusionsverträge beginnt für den Ratsherren Wilfried Nickel ein neues Kapitel. Bei der SPD sieht er bessere Möglichkeiten.

Bad Bodenteich - Von Jörn Nolting. „Ich habe mich dazu entschlossen, zur nächsten Kommunalwahl für die SPD anzutreten. Mit diesem Schritt möchte ich konsequent die vorhandenen Möglichkeiten zu einem möglichen Politikwechsel begleiten“, sagt Wilfried Nickel aus Bad Bodenteich. Der 57-Jährige war bisher für die Wählergemeinschaft Bodenteich im Rat des Fleckens und der Samtgemeinde und als Vertreter der Unabhängigen im Kreistag.

Die Zeit der grundsätzlichen Veränderungen ab November 2011 durch das Ausscheiden von Samtgemeindebürgermeister Rainer Kölling sowie die anstehende Neuwahl eines Samtgemeindebürgermeisters für die neue Samtgemeinde Aue und das Ausscheiden vieler älterer Mandatsträger mache die Kommunalwahl 2011 hoch interessant und eröffne die Chance für einen grundsätzlichen Neubeginn in der Kommunalpolitik, so die Begründung von Wilfried Nickel, der seit Anfang das Jahres Mitglied der Sozialdemokraten ist. Bis zur Kommunalwahl bleibt allerdings alles wie gehabt. Nickel bleibt Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft und alle Ratskollegen haben ihm dahingehend ihr Vertrauen ausgesprochen.

Die Zeichen stehen für ihn eindeutig auf Veränderung und dabei möchte der Bad Bodenteicher zur nächsten Legislaturperiode bei der SPD mitwirken, um dort insbesondere an der Verwirklichung seiner politischen Kernpunkte zum Thema Einheitsgemeinde und Veränderung und Sicherung der Grundschule entscheidend mitwirken zu können. „Da ich für dieses Ziel innerhalb der Wählergemeinschaft Bodenteich nicht die Unterstützung finde, habe ich mich für diesen Schritt des Wechsels entschieden“, verkündet Nickel. Die inhaltlichen Unterschiede sieht auch Tankmar Sauer von der Wählergemeinschaft: „Die Mehrheit der Wählergemeinschaft ist für den Erhalt der Mitgliedsgemeinden und gegen eine Einheitsgemeinde. Außerdem sind wir gegen die Auflösung der kleinen Schulen in der Samtgemeinde.“ Persönliche Befindlichkeiten spielen laut Sauer keine Rolle.

„Ich sehe die aktuelle Situation als Chance für einen Neuanfang“, sagt Nickel, der die enge Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten aus Wrestedt lobt. Doch schon von Haus aus fühlt er sich den Sozialdemokraten angehörig. „Ich freue mich sehr darüber, dass mir von der Wählergemeinschaft Bodenteich im Flecken und der Samtgemeinde und von der UWG im Kreistag das Bedauern über meine Wechselabsicht, aber auch das uneingeschränkte Vertrauen ausgesprochen wurde und wir daher die restliche Legislaturperiode gemeinsam beenden werden.“ Vielleicht entscheidet sich noch der eine oder die andere langjährige Abgeordnete für sein Ende in der Kommunalpolitik, um sich mit der Entschuldung durch das Land aus seiner Mitverantwortung für einen Teil der Schuldenlast positiv zu verabschieden und dadurch den Weg für einen absoluten Neubeginn frei zu machen, so Nickel mit Blick aud die Wahlen im September.

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