SPD/Dr. Hintze-Gruppe macht Vorschläge für Unterbringung des Bad Bodenteicher Bürgerbüros

Burg oder Polizei statt Rathaus

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Das Rathaus im Fokus: Die SPD/Dr. Hintze-Gruppe der Samtgemeinde Aue bietet kostengünstigere Alternativen für den Standort des Bürgerbüros in Bad Bodenteich.

Bad Bodenteich. Derzeit läuft in der Samtgemeinde Aue eine Diskussion um die Nutzung und Sanierung des ehemaligen Rathauses in Bad Bodenteich.

Die angedachte Sanierung, die nach Berechnungen des Architekturbüros der Samtgemeinde teurer als geplant geworden ist, verschärften die Überlegungen. Die SPD/Dr. Hintze-Gruppe hält es für erforderlich, ihren Standpunkt noch einmal verbindlich darzustellen.

Die Gruppe steht zu der im Rahmen des Zukunftsvertrages geschlossenen Vereinbarung, dass in Bad Bodenteich ein Bürgerbüro zur Erbringung bürgernaher Dienstleitungen unterhalten werden soll. „Dieses Bürgerbüro muss aber nach unserer Auffassung nicht zwingend im ehemaligen Rathaus untergebracht werden“, sagt Gruppensprecher Andreas Dobslaw.

Dies gelte vor allem, wenn wie in diesem Fall mindestens zwei attraktive und vor allem auch kostengünstigere Alternativen zur Verfügung stehen würden. So würde mit einer Unterbringung des Bürgerbüros in der Burg des Fleckens das Burg-Ensemble belebt und als zentraler örtlicher Bezugspunkt gestärkt. Eine Unterbringung im Bereich der Polizeistation, wie vom SamtgemeindebürgermeisterHarald Benecke angeregt, würde ebenfalls zu einer Zentralisierung bürgernaher Dienstleistungen führen und wäre daher in den Augen der SPD/Dr. Hintze-Gruppe vorteilhaft und übrigens auch behindertengerecht ausgestattet. „In beiden Fällen wären die Mitarbeiterinnen sozial angebunden, was unter dem Gesichtspunkt der Fürsorge nach unserer Auffassung nicht vergessen werden sollte“, ergänzt Dobslaw.

Zur Auslagerung des Fachbereichs Gebäudewirtschaft mit drei Mitarbeitern und des Archivs wie im Moment im ehemaligen Rathaus hat der Samtgemeindebürgermeister erklärt, dass diese Lösung in keiner Weise für den Betrieb einer effektiven Verwaltung geeignet sei und unnötige Kosten verursache. Daher sollten sich die politischen Gremien nach Auffassung der Gruppe nicht der fachlichen Meinung des Verwaltungschefs entgegen stellen und eine Zusammenfassung aller Fachbereiche im Rathaus in Wrestedt ermöglichen. „Mit Rücksicht auf die noch notwendigen Prüfungs- und Entscheidungsprozesse haben wir einer Übergangslösung bis Ende 2013 zugestimmt. Bis dahin müssen die notwendigen Entscheidungen vor dem Hintergrund der Verpflichtungen aus dem Zukunftsvertrag sachgerecht getroffen und umgesetzt werden“, fordert der Sozialdemokrat. „Ein ‘Weiter so mit frischem Geld’ wird es mit uns nicht geben und finanzielle Investitionen für Prestigeprojekte lehnen wir ab“, betont Dobslaw.

Am Beispiel des ehemaligen Rathauses und aktuellen Bürgerbüros in Bad Bodenteich wird sich für die SPD/Dr. Hintze-Gruppe erstmalig zeigen, wer es mit dem Sparen und mit der Erfüllung des Zukunftsvertrages ernst meint.

Von Jörn Nolting

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