Zwei Bodenteicher Familien bauen das wohl größte Osternest der Heide / Einweihung am 12. März

Ein Brunnen voller Riesen-Eier

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Gemeinsam haben sie die gigantischen Ostereier aus Ytong-Steinen bemalt: Felix Bohnecke (links) und seine Schwester Maira (2. von links) sowie Filomena Haake und ihr Bruder Maarten. Im Hintergrund ist der Reisigberg zu sehen, mit dem das Osternest am 12. März gefüllt wird.

Bad Bodenteich. Man nehme mehr als 20 Kubikmeter Birkenreisig, eine Anhänger-Ladung Moos und sieben überdimensionale, bunt bemalte Ostereier – und fertig ist das wohl größte Osternest der Lüneburger Heide.

Dieses Kunstwerk mit einem Umfang von 23 Metern wollen die beiden Bad Bodenteicher Nachbarsfamilien Haake und Bohnecke am Sonnabend, 12. März, rund um den Brunnen am Amtmann-Denkmal aufbauen.

„Das ist eine schöne Gemeinschaftsaktion“, sagt Maren Bohnecke, die mit Clemens Haake die Idee zu dem riesigen Osternest hatte. „Wir wollten einfach mal was Schönes für den Ort machen“, erklärt Haake, der von beiden Familien als „kreativer Kopf“ bezeichnet wird. Die Eingebung zum Nest sei ihnen ganz spontan gekommen, verrät der Flieserleger. Bis eine Woche nach Ostern soll das Nest am Brunnen stehen bleiben.

Gemeinsam haben sie die gigantischen Ostereier aus Ytong-Steinen bemalt: Felix Bohnecke (links) und seine Schwester Maira (2. von links) sowie Filomena Haake und ihr Bruder Maarten. Im Hintergrund ist der Reisigberg zu sehen, mit dem das Osternest am 12. März gefüllt wird.

Eine glückliche Fügung war, dass die Schlepperfreunde Bad Bodenteich, deren Mitglied Haake ist, vor kurzem die Entkusselungsaktion in der Bodenteicher Heide unterstützten. Dabei wurde reichlich Birkenreisig zusammengetragen, der nun als Nestmaterial dient. Die gigantischen Ostereier – jedes ist zwischen 15 und 20 Kilogramm schwer – haben Maren Bohnecke und Clemens Haake aus Ytong-Steinen hergestellt. „Die Blöcke haben wir mit Sägen und Drahtbürsten abgeschliffen, bis sie eine Eiform hatten“, erzählt die Bodenteicherin. Danach wurden die Eier mit Beton überzogen und mit wasserdichter Lackfarbe bemalt. Etwa fünf Abende haben beide Familien in einer Garage daran gearbeitet.

Herausgekommen sind sieben farbenfrohe Kunstwerke, die die Kinder der Bohneckes, Felix (13) und Maira (10), und der Nachwuchs der Haakes, Filomena (13) und Maarten (8), nun gemeinsam bemalt haben. Jedes Ei ist individuell gestaltet: mal hellblau mit rosa Herzen, mal gelb mit Blumenmotiven, mal grün mit Zacken Schlangenlinien oder rot mit blauen Farbklecksen. „Das Tollste war, einfach mal draufloszumalen“, schildert Maira.

Doch ist es wirklich das größte Osternest der Heide? Maren Bohnecke ist sich da recht sicher. „Ich habe im Internet danach recherchiert, aber nichts Vergleichbares gefunden“, sagt sie.

Alle Interessierten sind am 12. März ab 13 Uhr eingeladen, den Bau des Nests am Amtmann-Brunnen bei Kaffee und Kuchen zu beobachten. Dazu präsentieren die Schlepperfreunde vor Ort mehrere historische Trecker. Und es gibt einen besonderen Clou: Das Nest wird nicht nur mit Eiern, sondern noch mit etwas anderem gestaltet. Was es ist, will Maren Bohnecke nicht verraten. „Das wird eine Überraschung für die Besucher.“

Von Bernd Schossadowski

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