Bad Bodenteicher ziehen wegen des Schützenhauses vors Verwaltungsgericht

Gilde verklagt Gemeinde

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Bad Bodenteich. Transparenz, Klarheit und Akteneinsicht verlangt die Bad Bodenteicher Schützengilde von der Gemeinde Bad Bodenteich. „Wir wollen nachvollziehen, warum das Schützenhaus geschlossen werden musste“, sagt Thomas Ziemer, zweiter Vorsitzender der Schützen.

Aus diesem Grund liegt nun beim Verwaltungsgericht eine Klage mit dem Aktenzeichen 5A247/13 – ein „Antrag auf Begründung der Ablehnung der Nutzung des Schützenhauses“. Der Gildevorstand habe ihn einstimmig beschlossen und sei sich in der Sache einig.

„Wir hatten den Gemeindedirektor Alexander Kahlert mehrfach aufgefordert, uns schriftlich darzustellen, warum wir nicht in das Schützenhaus durften“, so Ziemer. Der Grund: Die Gilde hatte einen Antrag auf Sondergenehmigung zum Schützenfest gestellt. Der damalige Gemeindedirektor Frank Juchert hatte der Gilde mitgeteilt, dass der Landkreis als Bauaufsichtsbehörde die Nutzung unter Auflagen genehmigt habe. Ziemer: „Durch das Schreiben des Bauamtes war für uns alles in Ordnung.“

Nach dem Wechsel des Gemeindedirektors – Alexander Kahlert folgte auf Frank Juchert – änderte sich die Lage für die Schützen. Ziemer habe kurz vor dem Schützenfest auf eine Entscheidung gedrängt und von Kahlert einen Nutzungsvertrag gefordert. Die Gilde hatte es vor allem deshalb so eilig, weil die Zeltmiete auch bei einer Absage vier Wochen vorher komplett hätte übernommen werden müssen. Da hieß es laut Ziemer seitens der Gemeinde, dass der Kommunale Schadensausgleich (KSA) die Versicherung nicht übernehmen würde. Damit schloss die Gemeinde eine Haftung aus und machte das Schützenhaus dicht. „Wir befürchten, dass der KSA nichts von der Genehmigung des Landkreises wusste“, sagt Thomas Ziemer im Namen des Gildevorstands.

Die Gemeinde hat nun sechs Wochen Zeit, um eine Stellungnahme abzugeben. Gemeindedirektor Alexander Kahlert: „Da sage ich nichts zu, das ist ein laufendes Verfahren.“ Bisher gibt es noch keine Reaktion seitens des Fleckens.

Von Jörn Nolting

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