Bodenteich: Ideen zur Nutzung von Förderverein und CDU ruhen aber noch weiter

Baugenehmigung für die Burg Bodenteich

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Seit über 30 Jahren gab es keine Baugenehmigung für die Burg Bad Bodenteich.

Bad Bodenteich. Seit Monaten liegen Anträge der CDU Bad Bodenteich und des Förderkreises Burg Bodenteich auf Eis. Der Grund: Die Räume der Kurverwaltung in der Burg sind eigentlich nicht zulässig, ihnen fehlt seit über 30 Jahren die Baugenehmigung.

So wären Neuerungen im Raumprogramm möglicherweise obsolet, wenn sie einer Baugenehmigung im Wege stünden. Jetzt ist die Baugenehmigung da.

So können CDU und Förderkreis Hoffnung schöpfen, dass ihre Anträge Realität werden. Die Partei hatte vorgeschlagen, dass bei einer Modernisierung Prospekte und Werbebroschüren im Vorflur des Gebäudes angeboten werden können, außerdem sollte ein WLAN-Anschluss eingerichtet werden, damit von der Burg aus das Internet genutzt werden kann.

Der Förderkreis der Burg Bodenteich hatte angeregt, im Leseraum eine Art Bibliothek einzurichten und einen Nebenraum als Magazin, Arbeitsraum und Archiv zu nutzen. Für diese Räume befänden sich im Fundes des Vereins unterschiedliche Exponate, darunter Musikinstrumente des Spielmannszugs Bodenteich, Wäschestücke, eine Zinnsammlung und viele Bücher.

Dennoch soll jetzt nicht gleich durchgestartet werden. Das erklärte Gemeindedirektor Alexander Kahlert bei der vergangenen Sitzung des Tourismusausschusses. Denn die Verwaltung könne kurz nach dem Eingang der Genehmigung durch den Landkreis Uelzen noch nicht einschätzen, was sich für die Vorhaben ergebe. „Wir wissen noch nicht, welche Notwendigkeiten auf die potenzielle Raumnutzung zukommt. Wir werden das prüfen und dann informieren“, sagte Kahlert. Rolf Simon, der Vorsitzende des Förderkreises, nahm das zur Kenntnis, bekräftigte seinen Wunsch, die Burg besser nutzen zu können, und bot Hilfe an: „Wenn wir Beiträge leisten können – Ideen, Koordination zu Nutzung, etwas dergleichen – sind wir gern dazu bereit.“ Die Anträge von Förderkreis und CDU würden sich, erklärte Frank Seidel von der CDU, nicht in die Quere kommen. Beide Anträge ruhen nun, bis die Verwaltung über die konkreten Auswirkungen der Baugenehmigung informiert.

Im vergangenen Jahr wurde nach Anregungen zur räumlichen Umplanung in der Burg bekannt, dass der Kurbetrieb in einem Haus stattfindet, für das gar keine Baugenehmigung vorliegt.

Seit Herbst lag ein nachträglicher Antrag zur Genehmigung demnach beim Landkreis. Kahlert zog also die Notbremse: Wäre etwas passiert, wäre er als Gemeindedirektor verantwortlich.

Von Kai Hasse

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