Begegnungsverkehr in Bad Bodenteich

Am Bad Bodenteicher Bahnhof soll ein weiteres Gleis gebaut werden, damit ein Stundentakt eingehalten werden kann. Foto: Nolting

Bad Bodenteich/Wieren. Die Regiostadtbahn ist Geschichte – nun gibt es das Regionalbahnkonzept 2014+. Dieses Vorhaben hat einen Namen bekommen: Dieselnetz Niedersachsen-Südost (DINSO). „Die Netze werden nicht verändert, deshalb konzentrieren wir uns auf die Dieselstrecke“, erklärt der Verbandsdirektor des Zweckverbandes Großraum Braunschweig (ZGB), Hennig Brandes.

Sie werden in zwei Netze aufgeteilt und nach „Leistungsfähigkeit“ unterschieden. Zu einer der leistungsfähigen Strecken gehört die Verbindung von Uelzen nach Braunschweig, auf der auch die Bahnhöfe in Wieren und Bad Bodenteich liegen.

Um die Strecke noch leistungsfähiger zu machen, werden neue Fahrzeuge beschafft. Für den geplanten Stundentakt ist auch eine „Reaktivierung des Bahnhofs Bad Bodenteich“ vorgesehen. Die aktuellen Bauarbeiten an den Gleisen haben übrigens nichts mit dem Vorhaben der ZGB zu tun. „Für den Gleisbau ist die DB-Netz zuständig“, sagt Brandes. Doch gebaut werden muss auch am Bad Bodenteicher Bahnhof – und zwar von eben jener DB-Netz. „Um den geplanten Stundentakt zu ermöglichen, muss es in Bad Bodenteich eine Begegnungsstelle geben“, erklärt Dr. Norbert Wolff, zuständig für Verkehrsentwicklungsplanung beim ZGB. Dort kann dann ein Zug den Bahnhof passieren, während ein anderer wartet. Ein Zeitpunkt für die Arbeiten steht noch nicht fest.

Das Regionalbahnkonzept 2014+ ist das neue Projekt, um den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Verbandsgebiet attraktiver und moderner zu gestalten, nachdem die Regiostadtbahn-Planungen beendet wurden. Ziel ist ein ausgewogenes SPNV-Angebot für das gesamte Verbandsgebiet, eine sinnvolle Vernetzung mit dem öffentlichen Personennahverkehr und eine Abstimmung des SPNV-Angebotes über das Verbandsgebiet hinaus. Durch das Regionalbahnkonzept 2014+ sind Verbesserungen im gesamten Verbandsgebiet bei einer stufenweisen Realisierbarkeit möglich. Die Inbetriebnahme soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 erfolgen.

Von Jörn Nolting

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