SPD der Samtgemeinde Aue macht Vorschlag für neuen Standort und Organisationsstruktur

Bauhof auf dem BGS-Gelände

Der jetzige Standort des Bauhofs der Samtgemeinde Aue in Bad Bodenteich ist sehr beengt.

Bad Bodenteich/Wrestedt. Zwei Vorschläge zur Umstrukturierung des Bauhofes der Samtgemeinde Aue machen die Sozialdemokraten. Sie schlagen vor, nach einem neuen Standort zu suchen und einen „Eigenbetrieb Bauhof“ zu gründen.

Der Bauhof der Samtgemeinde wurde bisher in Bad Bodenteich zusammengelegt. Von dort aus schwärmen die Mitarbeiter in die gesamte Samtgemeinde aus.

Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende der Samtgemeinde Aue, Andreas Dobslaw, spricht bei der Bauhofdiskussion von einem „komplexen und in Bad Bodenteich auch emotionalem Thema“. Den Ortswechsel begründet er damit, dass der jetzige Standort in Bad Bodenteich sehr beengt sei. „Nach der Zusammenlegung wäre vielleicht für ein paar Jahre Ruhe, es ist aber davon auszugehen, dass in absehbarer Zeit eine erneute Standortsuche notwendig wird, weil sich das Gelände schon heute am Ende seiner Kapazität befindet“, blickt Dobslaw in die Zukunft. Deshalb solle schon heute nach einem geeigneten Standort gesucht werden. „Ein neuer Standort könnte auch weiterhin in Bad Bodenteich liegen. Da bietet sich das alte BGS-Gelände an“, schlägt der Sozialdemokrat vor. Gelänge es, einen geschlossenen Bereich mit Hallen und Wohnblock für den Bauhof zu separieren, wäre es für Dobslaw ein „attraktiver Standort, der viele Möglichkeiten bietet und erweiterbar ist“.

„Wir wollen uns vorher ein Bild von dem Gelände machen“, sagt Harald Benecke, Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Aue. Doch gibt er zu bedenken, dass Vertreter des Fleckens Bodenteich noch in Gesprächen mit möglichen Interessenten sind.

„Wir wollen die Ausschreibung abwarten“, sagt Bad Bodenteichs Bürgermeister Edgar Staßar (CDU). Diese soll im März erscheinen und dann läuft das Interessenbekundungsverfahren.

Um den Anforderungen des Zukunftsvertrags gerecht zu werden, muss der Bauhof betriebswirtschaftlich arbeiten. Deshalb schlägt Andreas Dobslaw im Namen der SPD die Gründung eines Eigenbetriebs vor. „Die Samtgemeinde würde sich dadurch vor allem der hohen Investitions- und Instandhaltungskosten entledigen“, sagt der Sozialdemokrat und vergleicht es mit dem Abwasserverband Aue. Die Gemeinden würden laut Dobslaw somit nur für Dinge bezahlen, die sie auch tatsächlich in Anspruch nehmen.

Beide Gedankengänge der Sozialdemokraten wurden als Anträge für den nächsten Samtgemeinderat Aue eingereicht.

„Wir müssen im Vorfeld gemeinsam klären, welche Aufgaben der Bauhof übernehmen soll“, sagt Benecke, denn in den alten Samtgemeinden Bodenteich und Wrestedt wurde es unterschiedlich gehandhabt. So haben die Wrestedter viele Aufträge an fremde Firmen vergeben, während in Bodenteich oft in Eigenregie gearbeitet wurde und im Vorfeld passende Maschinen angeschafft wurden.

Von Jörn Nolting

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