ASW Wieren und ISO Stadensen können ohne Zuschüsse durch Samtgemeinde Aue nicht existieren

Bäder-Vereine haben zu knapsen

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Reger Besucher herrscht seit Jahren im Waldbad Wieren, etwa bei dieser Spiele-Aktion. Auch das Sommerbad Stadensen und das Waldbad in Bad Bodenteich genießen hohes Ansehen. Doch die Finanzierung der drei Einrichtungen wird immer schwieriger.

Wrestedt/Bad Bodenteich. Für die Trägervereine der beiden privaten Sommerbäder in Wieren und Stadensen sowie für den Förderverein Waldbad Bodenteich wird die Arbeit immer schwieriger.

Die finanzielle Unterstützung durch die Samtgemeinde Aue kann wegen der schlechten Haushaltslage nur schwerlich ausgeweitet werden – das wurde jetzt auf der Samtgemeinderatssitzung deutlich.

42 000 Euro erhält die Aktion Sommerbad Wieren (ASW) jährlich als Zuschuss von der Samtgemeinde, 20 000 Euro die Interessengemeinschaft Sommerbad Stadensen (ISO). Beide Initiativen stellten sich jetzt im Samtgemeinderat vor. „Unsere Mitglieder und Helfer leisten zwischen 7000 und 8000 ehrenamtliche Arbeitsstunden pro Jahr“, sagte Rolf Fricke, zweiter Vorsitzender der etwa 540 Mitglieder starken ASW. Seit Übernahme des Bades von der Samtgemeinde im Jahr 2006 habe die ASW dort mehr als 300 000 Euro investiert. „Unsere Ersparnisse sind in den letzten Jahren immer weiter geschrumpft“, sagte Fricke. Die aktuelle Rücklage betrage rund 30 000 Euro.

Hohes ehrenamtliches Engagement leistet auch die ISO Stadensen. 1,06 Millionen Euro habe die 451 Mitglieder zählende Interessengemeinschaft seit Übernahme des Badebetriebs 2002 für Investitionen und Unterhalt ausgegeben, berichtete Kassenwart Michael Müller. „Wir waren das erste Freibad in Deutschland, das sein Beckenwasser chlorreduziert aufbereitet.“ Der Kassenbestand betrage derzeit 36 000 Euro. Ohne die Unterstützung durch die Samtgemeinde könne die ISO nicht überleben.

Von Bernd Schossadowski

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