„B 190n ist für uns erforderlich“

Jede Menge Verkehr befürchten die Bodenteicher, wenn die Querspange zur A 39 nicht gebaut wird.

Bad Bodenteich - Von Jörn Nolting. „Wir wollen die A 39 und wir wollen auch die Querspange B 190n“, betont Bad Bodenteichs Bürgermeister Edgar Staßar (CDU). Sonst, so seine Befürchtung, erstickt der Kurort im Verkehr. Unterstützt wird seine Aussage durch ein Konzept, dass im Rahmen der Planungen zur A 39 erstellt wurde. Demnach ergeben Prognosen, dass die A 39 im Bereich Bad Bodenteich über 22 000 Fahrzeuge pro Tag aufnehmen würde.

„Die B 190n ist für unseren Bereich erforderlich“, bekräftigt Edgar Staßar. Der Flecken erhofft sich schließlich auch Arbeitsplätze, gerade im Kreuzungsbereich der A 39 und der Querspange. Nicht umsonst wurde ein gemeinsames Gewerbegebiet im Kreuzungsbereich mit Lüder erarbeitet. Auch für den Tourismus hält der Bürgermeister die B 190n für unerlässlich und verweist auf das Beispiel Bispingen.

Deshalb geht der bange Blick nach Salzwedel. Dort wird massiv der Ausbau der B 71 ins Spiel gebracht und das Bundesverkehrsministerium hat eine Prüfung dieser Alternative gefordert. Wenn die B 71 ertüchtigt und der Bau der B 190n gekippt wird, dann fehle im Raum zwischen Uelzen und Wolfsburg eine leistungsfähige Ost-West-Verbindung. Freilich fehlen trotz des ministerialen Prüfungsauftrags bisher noch konkrete Hinweise, dass die Querspange tatsächlich aus der Planung fällt. Dirk Möller, Chef der Lüneburger Straßenbaubehörde, verweist auf den Bundesverkehrswegeplan. Gleichwohl arbeite man nun gemeinsam mit den zuständigen Behörden aus Sachsen-Anhalt den Prüfauftrag ab – ergebnisoffen. Mit ersten Ergebnissen sei im Frühsommer zu rechnen. Staßar jedoch hält die B 190 n für eine notwendige Anbindung der Region an den Raum Celle-Hannover. Gegen eine B 71-Lösung dürfte es starken politischen Widerstand geben – nicht nur aus dem Landkreis Gifhorn, wo man sich von der Ost-West-Trasse im Grenzgebiet zum Landkreis Uelzen mehr verspricht als von der fernen Bundesstraße zwischen Salzwedel und Uelzen. Auch in Celle gibt es starke Befürworter der Querspange, die bei Breitenhees an die B 191 anschließen soll.

Auch Henning Otte, Bundestagsabgeordneter für Celle und Uelzen, will sich beim Verkehrs- und beim Umweltministerium in Berlin für die Querspange stark machen. Im Kreuzungsbereich der Querspange und der A 39 zwischen Bad Bodenteich und Neu Lüder soll eine Raststätte entstehen. „Wir bleiben am Ball“, verspricht Bodenteichs Bürgermeister. Schon 2006 nahm der Flecken Stellung. Der Tenor: Durch die B 190n wäre eine deutlich bessere Anbindung des östlichen Landkreises Celle an die geplante A 39 möglich.

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