Sanierung der L 252: Unternehmer befürchten Einbußen

Bad Bevensen: Ein zerschnittener Ort

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Noch rollt der Verkehr auf der L 252 in Bad Bevensen. Ab Oktober wird es aber zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Bad Bevensen. Harte Zeiten kommen auf die Bad Bevenser zu, wenn die Bauarbeiten an der Landesstraße 252 am 4. Oktober beginnen. Taxifahrer schlagen Alarm und fürchten um ihre Geschäfte.

Der Grund: Während der Fahrbahnsanierung wird der Ostteil Bevensens von der Innenstadt abgeschnitten, denn von der Ilmenaubrücke bis zur Brücke über den Elbe-Seitenkanal wird die Fahrbahn abschnittsweise erneuert. Da sie zum Teil nicht breit genug ist, muss sie immer wieder voll gesperrt werden. Dies geschieht bereits beim ersten Bauabschnitt zwischen Lidl und Elbe-Seitenkanal-Brücke, wie bei der Informationsveranstaltung der Landesstraßenbaubehörde Lüneburg deutlich wird.

„35 Euro für eine Taxifahrt, das wird keiner bezahlen“, befürchtet Taxiunternehmerin Susanne Gemballa. Insbesondere wenn im zweiten Bauabschnitt für ungefähr vier Wochen die Demminer Allee nur in Richtung Innenstadt befahrbar ist und der Verkehr aus der anderen Richtung über Klein Bünstorf nach Jastorf und von dort nach Klein Hesebeck umgeleitet wird, rechnet sie mit Einbußen. „Ich glaube nicht, dass dann noch viele am Bahnhof in ein Taxi steigen werden“, sagt Gemballa. Aber nicht nur Bad Bevenser Taxiunternehmen müssten mit Ausfällen rechnen, auch Hotels und Krankenhäuser seien betroffen, ist sie überzeugt.

„Das wird eine große Belastung für uns“, meint Tankstellenpächterin Birte Storm, deren Zapfsäulen für mehrere Wochen nur noch aus einer Richtung erreichbar sein werden. „Wir können ja nicht einfach dicht machen“, sagt sie. Dass sie weniger Geschäfte machen werde, sei klar, denn niemand werde extra über Jastorf fahren, um bei ihr zu tanken.

„Ich fühle mich unzureichend informiert und habe keine verlässliche Aussage bekommen“, kritisiert Zahnarzt Dr. Tilman Becker, dessen Praxis an der Röbbeler Straße liegt. Die ganze Maßnahme hätte früher kommuniziert werden müssen. Friedrich-Wilhelm Sündermann, Vorstand der Bevenser Werbegemeinschaft, fürchtet: „Viele Leute werden, um nicht ein Umweg in Bevensen in Kauf nehmen zu müssen, lieber gleich nach Lüneburg oder Uelzen fahren.“

Andere Baustellen im Kreis sorgen bereits jetzt für Behinderungen. So wird auf der Landesstraße 250 zwischen Melzingen und Ebstorf die Fahrbahn erneuert. An den Ortsumgehungen Uelzen und Kirchweyhe laufen Reinig-ungsarbeiten.

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