Grundsatzentscheidung in Bad Bevensen gefällt / Betreiber hofft dennoch

Zelt im Park: Politik will nicht verlängern

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Das Zelt im Park ist nur bis zum Jahresende genehmigt, die Stadtpolitik hat eine Grundsatzentscheidung gefällt, die Genehmigung auch nicht zu verlängern.

Bad Bevensen. Die Entscheidung ist gefallen: Das „Neptun’s Inn“, bei den Bevensern besser bekannt als Zelt im Park, soll nicht über das Jahresende hinaus auf dem Göhrdeplatz am Neptunbrunnen stehen bleiben.

Der Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt Bad Bevensen, der grundsätzlich nichtöffentlich tagt, hatte Mitte August eine entsprechende Grundsatzentscheidung gefällt, wie Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer seinerzeit im AZ-Gespräch mitteilte. Demnach wolle man den Zelt-Betreibern die eigentlich als Parkplatz genutzte Fläche nur bis zum 31. Dezember zur Verfügung stellen – so sieht es auch ein entsprechender Vertrag vor.

Während des Baus des neuen Kurhauses war das Zelt, wie mehrfach berichtet, als Ausweichort vorübergehend für Veranstaltungen errichtet worden. Die Baugenehmigung für das Zelt laufe zum Jahresende aus, so Kammer. Außerdem entspreche der Betrieb an dieser Stelle nicht dem Bebauungsplan. Insofern habe im VA das Meinungsbild geherrscht, die Nutzungserlaubnis für die städtische Fläche nicht zu verlängern.

Zelt-Betreiber Ralf Henkel weiß gestern auf AZ-Nachfrage nichts davon. Er räumt ein, dass er zum Zeitpunkt der VA-Sitzung zwar noch keinen Antrag auf eine Verlängerung gestellt hatte. Dies sei aber in der Woche nach der Sitzung geschehen, sagt er.

Ralf Henkel und seine Frau Kerstin halten nämlich an ihrem Ansinnen, den Betrieb in Bad Bevensen weiterzuführen, fest. Und er ist trotz der Entscheidung des VA noch guten Mutes. Denn in zwei Wochen habe er mit Stadtdirektor Kammer ein Gespräch, sagt Ralf Henkel. „Wir werden dann darum bitten, zu erörtern, unter welchen Bedingungen und zu welchen Konditionen ein Weiterbetrieb an dieser Stelle möglich ist.“

Aus seiner Sicht wäre der Abbau des Zelts im Park auch „ein Imageschaden für die Stadt“, so Henkel, denn mit ihm sei „etwas Einzigartiges in Bad Bevensen“ entstanden, mit dem nicht nur zehn Arbeitsplätze geschaffen worden seien, sondern das auch von den Menschen angenommen werde.

Von Ines Bräutigam

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