Bad Bevensen: Wirtschaftsminister Olaf Lies macht Hoffnung auf Förderung

Zuschüsse trotz Sparzwang?

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Gute Aussichten: Bei der Einweihung der Sonnenfalle, die gleichzeitig der Abschluss der umfangreichen Umgestaltung des Bad Bevenser Kurparks war, betonte Wirtschaftsminister Olaf Lies die positive Ausrichtung Bad Bevensens als Gesundheitsstandort.

Bad Bevensen. Eine Stadt auf der „Sonnenseite“– so nannte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) gestern Bad Bevensen während der Einweihung der sogenannten „Sonnenfalle“, die er zum Abschluss der mehr als ein Jahr andauernden Umgestaltungsmaßnahmen des Kurparks, durchführte.

Und dass die sonnige Zeit für Bad Bevensen – zumindest, wenn es nach ihm geht – so bald nicht enden wird, das deutete Lies ebenfalls an. Denn der Zukunftsvertrag, der der Kurstadt auf der einen Seite eine Entschuldungshilfe, aber auf der anderen Seite auch massive Sparzwänge beschert hat, verlor im zweiten Teil der „Bad-Bevensen-Tour“ des Ministers ein wenig an Schrecken. „Wir sind gerade in Verhandlungen, ob die Kommunen, die einen Zukunftsvertrag abgeschlossen haben, wirklich alle Verpflichtungen erfüllen müssen, die sie eingegangen sind“, erklärt Lies am Rande seines Gesprächs mit Wirtschaftsvertretern der Kurstadt gegenüber der AZ. Es solle verhindert werden, dass den Kommunen, die Zukunftsverträge abgeschlossen haben, die Möglichkeit zur Weiterentwicklung genommen werde.

Bisher war die Stadt davon ausgegangen, dass der Förderantrag für das neue Kurhaus, den Bad Bevensen bis Ende August bei der N-Bank einreichen muss, vorerst der letzte sein wird, den die Kurstadt für eine Großinvestition beim Land Niedersachsen stellen kann beziehungsweise der Chancen auf Bewilligung hat. Der Grund: Der Zukunftsvertrag, den die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf 2011 im Zuge ihrer Fusion geschlossen hat, deckelt den Bereich der Investitionen massiv – der Bau eines neuen Kurhauses wurde vom Vertragspartner, dem Innenministerium, damals nur nach zähen Verhandlungen und unter der Voraussetzung genehmigt, dass es wirtschaftlicher als das alte sein und den Tourismus als Wirtschaftsfaktor der Kurstadt vorantreiben würde. Gleichzeitig vertritt die neue Landesregierung offensiv die Position, den Tourismus sowie Projekte künftig fördern zu wollen, welche die Aspekte Gesundheit und Nachhaltigkeit beinhalten. Eine Diskrepanz, zu denen „derzeit Gespräche laufen“, wie Lies auf Nachfrage der AZ erklärt.

Nun stehen zumindest weitere Entwicklungsmöglichkeiten für Bad Bevensen im Raum – vor allem eben in den von der Landesregierung als förderwürdig gekennzeichneten Gebieten. Und dass der Minister so manche Idee, mit der die Bad Bevenser derzeit schwanger gehen, für förderwürdig hält, daran ließ er keinen Zweifel: „Das neue Kurhaus ist wie ein Lückenschluss zwischen dem, was bereits gemacht wurde“, sagte er, gefragt nach der Unterstützung des Landes beim Kurhausneubau im Gespräch mit Wirtschaftsvertretern, das auf Initiative von Werbegemeinschaftsvorsitzendem Henning Effe und Bundestagsabgeordneter Kirsten Lühmann (SPD) im Alten Rathaus stattfand. Lies: „Nicht das Ob, sondern das Wie ist die Frage.“

Von Wiebke Brütt

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