Bad Bevensen: 45 Asylbewerber in einem Haus – jetzt gibt es Probleme

„Wir haben das im Auge“

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45 Asylbewerber aus Algerien und Marokko sind derzeit in der „Villa im Park“ untergebracht.

Bad Bevensen. Einbrüche, Ladendiebstähle, Sachbeschädigung und Körperverletzungen – die Polizeieinsätze, die in Zusammenhang mit der Bad Bevenser Asylbewerberunterkunft, der ehemaligen „Villa im Park“ stehen, häufen sich derzeit.

„Einzelne sind auffällig geworden“, bestätigt Polizeipressesprecher Kai Richter, warnt aber im gleichen Atemzug davor, jetzt zu stigmatisieren.

Am vergangenen Wochenende gerieten zwei Asylbewerber vor einer Bad Bevenser Gaststätte aneinander – einer von beiden bedrohte den anderen mit einem Messer. Am Mittwochmorgen wurde ein Marokkaner aus der Asylbewerberunterkunft bei einem Einbruch in der Bevenser Innenstadt erwischt. „Bei einzelnen Taten hat Alkohol eine Rolle gespielt“, sagt Richter. „Wir haben das im Auge und stehen mit der Stadt und dem Landkreis in Kontakt.“

Derzeit leben 45 Asylbewerber in der „Villa im Park“. 71 Asylbewerber sind in ganz Bad Bevensen untergebracht. Derzeit rechnet der Landkreis, der für die Unterbringung der Asylbewerber zuständig ist, damit, dass die Zahl der Asylbewerber im Landkreis Uelzen in 2015 auf 1000 ansteigen wird – was die Kommune vor finanzielle und strukturelle Probleme stellt. Per Resolution fordert die Kreispolitik Uelzen das Land Niedersachsen jetzt dazu auf, die Kommunen stärker und schneller bei der Betreuung und Unterbringung der Asylbewerber und der Flüchtlinge zu unterstützen.

Von Wiebke Brütt

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