Groß Thondorfer überrascht von möglichem Standort / Gemeinde Himbergen informiert

Windräder nun im Osten?

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Windräder wie diese könnten bald auch östlich von Groß Thondorf stehen – die Gemeinde Himbergen informiert morgen zu den Plänen auf einer Fläche in Richtung Boitze; die Bürger können Stellungnahmen zu dem Vorhaben vorbringen.

Groß Thondorf. Fast vier Jahre hat die Kreispolitik, wie berichtet, benötigt, um sich auf die Vorrangstandorte für Windkraftanlagen zu verständigen.

Nun sind die Bürger des Landkreises am Zug – sie haben die Gelegenheit, im Rahmen des Auslegungs- und Beteiligungsverfahrens ihre Stellungnahmen zu den geplanten Standorten vorzubringen. Die Groß Thondorfer werden am morgigen Mittwoch bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht, denn für sie hält die auf Kreisebene getroffene Auswahl der Standorte eine Überraschung bereit, wie Jürgen Hinrichs, Bürgermeister der Gemeinde Himbergen, auf AZ-Nachfrage erklärt.

Der Infoabend morgen steht unter der Überschrift „Nun doch Windenergie in Groß Thondorf?“. Denn schon vor etwa zwei Jahren sei bei Groß Thondorf eine potenzielle Fläche für den Bau von Windrädern ins Auge gefasst worden – in westlicher Richtung gen Strothe. „Das ist dann aber wieder verworfen worden und inzwischen vom Tisch“, weiß der Bürgermeister. Nun jedoch ist eine Windparkfläche östlich Groß Thondorfs, in Richtung Boitze, im Gespräch. „Das kam für uns überraschend“, sagt Jürgen Hinrichs.

Gleichzeitig betont das Gemeindeoberhaupt aber, dass noch längst nichts entschieden sei, sich alles um eine Planung handele und die Bürger jetzt ihre Stellungnahmen abgeben könnten. „Die einen freuen sich“, so Hinrichs, „ die anderen nicht, aber wir stehen bei dem Verfahren noch ganz am Anfang.“ Etwa vier Windräder könnten auf der rund 43 Hektar großen Fläche entstehen.

Bürger aus Groß Thondorf und andere Interessierte können sich morgen Abend ab 19 Uhr im Gasthaus „Eichenquelle“ über Einzelheiten informieren. Neben Bürgermeister Jürgen Hinrichs wird auch Heinrich Stute als Vorsitzender des Arbeitskreises Windenergie über das Vorhaben informieren und für Fragen zur Verfügung stehen.

Von Ines Bräutigam

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