Ebstorfer Fraktionschef macht Sparvorschläge: Gliedgemeinden sollen über Umlage entlastet werden

SPD will drei Prozent kürzen

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Bisher profitieren von der Entschuldungshilfe des Landes, die die Hochzeit der ehemaligen Samtgemeinden Altes Amt Ebstorf und Bevensen 2011 mit sich brachte, vor allem die beiden größten Mitgliedskommunen: die verschuldete Stadt Bad Bevensen sowie der Klosterflecken Ebstorf.

Bad Bevensen/Ebstorf. Drei Prozent in allen Bereichen – die SPD Ebstorfs will 2015 bei der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf pauschal den Rotstift ansetzen. Rund 600 000 Euro könnten laut Hans-Peter Hauschild durch die Drei-Prozent-Reduzierung eingespart werden.

Geld, das der SPD-Fraktionsvorsitzende Ebstorfs, der im Samtgemeinderat und im Klosterfleckenrat ein Mandat hat, an die Mitgliedsgemeinden weitergeben wollen würde – in Form einer abgesenkten Samtgemeindeumlage von 34 auf 30 Prozentpunkte. Das würde Bevensen-Ebstorf ein Loch in der Kasse bescheren, das den über die Kürzungen einzusparenden 600 000 Euro entsprechen würde, rechnet Hauschild mit Zahlen, die Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer in etwa bestätigen kann: Ein Punkt Umlage seien 143 826,47 Euro, vier Punkte 575 305,88 Euro.

Hans-PeterHauschild

„Trotz der Beauftragung der KGSt zur Erstellung von Vorschlägen zur weiteren Haushaltssanierung halte ich es für notwendig, im kommenden Jahr einen ersten Schritt zur Entlastung der Mitgliedsgemeinden zu machen“, begründet Hauschild seinen Vorstoß. Bisher hatten vor allem die verschuldeten Kommunen der Samtgemeinde, also Bad Bevensen und Ebstorf, von der Entschuldungshilfe des Landes profitiert, die Bevensen-Ebstorf durch die Fusion erhält. Die etwa zwei Millionen Euro Überschuss im Haushalt der Samtgemeinde wurden auf die verschuldeten Gemeinden verteilt – unter Kritik der 13 Gliedgemeinden, die auch etwas vom Kuchen abhaben wollen.

Von Wiebke Brütt

Mehr zu den Sparvorschlägen lesen Sie am Mittwoch in der AZ.

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