Feuer in Röbbel: Polizei vermutet technischen Defekt und beziffert Sachschaden mit 250 000 Euro

„Wilhelm, komm raus, das Haus brennt“

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Dichter Qualm und Flammen: Das Feuer brach laut erstem Augenzeuge in der Scheune aus. Die Feuerwehren aus der gesamten Samtgemeinde waren beim Einsatz mit dabei.

no Röbbel. Die dichten weißen Rauchschwaden sind schon von Höver aus sichtbar. Gestern um kurz nach 12 Uhr brannte in Röbbel ein 25 mal 12 Meter großes Stall- und Wohngebäude an der Wilhelmstraße.

„Wilhelm, komm raus, das Haus brennt“, ruft der Nachbar des Hausbesitzers Wilhelm Hinrichs, als er den Qualm entdeckt hat. Doch Hinrichs will sich noch schnell seine Gummistiefel überstreifen. Sein Nachbar hatte derweil schon die Feuerwehr alarmiert, als er den Qualm gesehen hatte. „Auf dem Weg von meinem Haus bis zur Haustür von Wilhelm Hinrichs flogen schon die ersten Ziegel vom Dach“, erinnert sich der Nachbar, der namentlich nicht genannt werden will.

Um 12.15 Uhr heulen die Sirenen und die Feuerwehren aus der gesamten Samtgemeinde erreichen die Brandstelle. Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehren brannte das Gebäude komplett aus, so dass erheblicher Sachschaden entstand. Die Polizei beziffert diesen derzeit mit mehr als 250 000 Euro.

Schon an den Ortseingängen wurden Autofahrer von Feuerwehrleuten abgefangen und umgeleitet. So auch der Schüler Marc Lenzen, dessen Schulbus gestoppt wurde. Wenige Minuten später beobachtet er die Löscharbeiten am ehemaligen Schweinestall. Unter den Einwohnern findet sich auch der Nachbar wieder. Plötzlich schlagen Flammen aus der Wohnung im ersten Stock. „Das war das Wohnzimmer vom alten Hinrichs“, stellt er fest. Der Senior lebt seit einiger zeit nicht mehr. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an, wobei derzeit eine technische Ursache für den Brand wahrscheinlich ist.

Fotos vom Brand

Brand in Röbbel

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