Sonntagvormittag, 11.11Uhr: Nur elf Gäste, darunter die elf Monate alte Pauline

Wenig Andrang bei White Dinner: Kritik an Preisen

+
Manch einer ging am „White Dinner“ des Lions-Clubs einfach achtlos vorüber.

Bad Bevensen. Etwas verloren wirken die Speisenden beim gestrigen „White Dinner“ des Lions-Clubs an den langen Tischtafeln, mit weißem Tuch und Blumendekoration, unter schützenden weißen Baldachinen: Um 11. 11 Uhr sind es gerade mal elf.

Unter den Gästen waren auch ganz kleine. Insgesamt hatte man sich aber wohl einen größeren Zuspruch erhofft.

Von der elf Monate alten Pauline bis zur selbstbewussten Seniorin genießen sie das Mitgebrachte: Frisches Obst, knackige Brötchen, vielerlei Antipasti, selbstgekochte Marmelade, gehaltvollen Frischkäse und mehr. Bewährtes Einwickelpapier, Papiertüte und Tupperdosen gehören dazu. Es ist gemütlich. Rund 14 Lions-Club-Mitglieder oder Angehörige agieren drumherum, bedienen den Getränkestand, kümmern sich um die Technik, haben alles nett vorbereitet. So mancher Passant bleibt stehen, beäugt das Geschehen. Setzt sich dazu, trinkt ein Gläschen. Oder lauscht den fetzigen Klängen der „BluesSwingJazzband“ , die in siebenköpfiger Besetzung unermüdlich spielen und dem White Dinner somit eine besondere Note verleihen.

Zeit für Gespräche. Silke Doßmann aus Bad Bevensen, ehemals Hamburg, ist in einer vertrauten Vierpersonengruppe beim Dinner dabei und momentan sehr echauffiert. „Von zivilen Preisen war die Rede, nun kostet ein 0,1 l Sekt bereits 3 Euro, im Kurhaus nur 1Euro. Und eine Flasche Mineralwasser 7 Euro. Das stößt ab. Ich bin gerne bereit zu spenden, aber nicht so. Ein aufgestelltes Sparschwein wäre mir lieber.“ Ihre Nachbarin stört sich daran, dass sie keine Telefonnummer fand, unter der man sich anmelden konnte. „Wir sind doch schon scheintot und haben keine E-Mail.“

Der Lions-Club wird die Anregungen wohl prüfen. Der Erlös der Veranstaltung kommt sozialen Projekten in Bad Bevensen zugute.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

Kommentare