Nach dem Feuer in Röbbel: Brandursache noch nicht geklärt

Welle der Hilfsbereitschaft

Aufwärmen beim DRK: Für die Rettungskräfte wurde Kaffee gekocht und Gulasch mit Nudeln zubereitet. Foto: Ph. Schulze

Röbbel. Der erste Notruf ging Montag Mittag um 12. 30 Uhr in der Rettungsleitstelle ein. Gemeldet wurde ein Wohnhausbrand in Röbbel (die AZ berichtete). Zu diesem Zeitpunkt wird noch angenommen, dass sich mehrere Personen in dem brennenden Haus befinden.

Daraufhin wird Großalarm für die Feuerwehren Röbbel, Bad Bevensen und Groß Hesebeck ausgelöst. Weiter wurden umgehend Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge zur Einsatzstelle geordert, sowie die DRK-Schnell-Einsatz-Gruppen aus Bad Bevensen und Uelzen.

Die Brandursache ist noch immer nicht endgültig geklärt. „Das Gebäude ist noch nicht zugänglich. Im Moment wird von einem technischen Defekt ausgegangen“, sagt Polizeipressesprecher Kai Richter.

Den Hausbesitzern schlug schon gleich am Montag eine Welle der Hilfbereitschaft entgegen. Von Freunden, Nachbarn und Bekannten wurden ihnen Wohnungen und Unterkünfte angeboten.

Während der Löscharbeiten am Montag wurden zeitweise über 3000 Liter Wasser die Minute auf das Gebäude gebracht. Leider konnte eine massive Wand zwischen der Scheune und dem Wohntrakt nicht verhindern, dass die Flammen auch die Wohnung erreichten.

„Schwierig war nicht nur die rasende Brandentwicklung und die massive Rauchentwicklung. Bei Temperaturen von -5˚ Celsius gefror das Löschwasser an der Einsatzbekleidung, Ausrüstung und an den Händen was das Arbeiten um ein vielfaches erschwerte“, schildert Jürgen Burmester, Ortsbrandmeister Bad Bevensen. Die DRK-Schnell-Einsatz-Gruppe aus Bad Bevensen und Uelzen sicherten deshalb vor Ort nicht nur den Rettungsdienst, sondern richteten auf dem Nachbarhof sofort eine Betreuungs- und Verpflegungsstation ein. „Es wurde für die Einsatzkräfte Kaffee gekocht und Gulasch mit Nudeln zubereitet. Bei den Minustemperaturen wurde das Angebot dankend angenommen“, weiß Daniel Muhsik, DRK-Bereitschaftsleiter Uelzen.

Spät am Abend konnten die meisten der über 70 Feuerwehrleute und die knapp 25 Einsatzkräfte des DRK die Einsatzstelle verlassen. Nur die Feuerwehr Röbbel blieb die ganze Nacht und stellte eine Brandwache, um ein Auflodern der Flammen zu verhindern. Am nächsten Morgen wurde nochmals massiv Wasser aufgebracht, um die Flammen endgültig zu besiegen.

Von Jörn Nolting

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