Kurpark Bad Bevensen: Bis April soll alles fertig werden

Warten auf gutes Wetter

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Hier wird als erstes wieder das Werkzeug in die Hand genommen: Die Sonnenfalle, die direkt an die Jod-Sole-Therme grenzt, wartet noch auf ihre Vollendung.

Bad Bevensen. Die Kurstadt mag es mild – und das nicht nur, wenn es um die Behandlung ihrer Gäste geht. Vor allem Bauamtsleiter Roland Klewwe beobachtet derzeit Wetterlage und Thermometer genau, denn wenn Petrus mitspielt, soll im Kurpark bald wieder gewerkelt werden.

Ziel ist es, bis zur Eröffnung der Internationalen Gartenschau (IGS) in Hamburg, deren Partner Bad Bevensen ist, alle geplanten Schmuckstücke umzusetzen und mit dem neuen Gesicht des Parks für die Kurstadt zu werben.

In den Fokus rückt dann wieder der Teil des Kurparks, der bereits Ende vergangenen Jahres für interessierte Blicke gesorgt hat: die Sonnenfalle. Halbrund und teilverglast erhebt sich die Sonnenfalle muschelartig in Bad Bevensens Garten. Zehn bis zwölf Personen sollen in Frühling und Herbst auf den 60 Quadratmetern der Sonnenfalle entspannen können – wohlige Wärme spendet eine lehmhaltige Wand, die durch Sonnenstrahlen an Temperatur gewinnt. Die verglasten Fronten wurden bereits vergangenes Jahr eingesetzt. Nun gilt es den Übergang zur Therme und die umliegenden Freianlagen zu gestalten. „Die umliegende Fläche wird ein prägendes Element des umgestalteten Parks sein“, sagt Klewwe. Liegen und Sitzbereiche werden passend zum gesamten Erscheinungsbild des Parks eingegliedert. Zudem wird an der Sonnenfalle ein neuer Kneipp-Schwerpunkt entstehen – mit Wassertretstelle und Armbecken. Bauamtsleiter Roland Klewwe: „Dafür läuft derzeit die Ausschreibung.“

Rückblick: In vier Blöcken sollten Erscheinungsbild und Funktionalität des Bad Bevenser Kurparks verbessert werden: Die Pergola samt Teichuferlandschaft in direkter Kurhausnähe standen ganz zu Beginn des Maßnahmenkatalogs. Rund 680 000 Euro sind im vergangenen Jahr allein in diesen Bereich des geflossen.

Offensichtliche Zeichen der Frischekur des Kurparks ist das Wegenetz – als optische und funktionale Bereicherung angelegt: Denn durch die neue Streckenstruktur werden zum einen Teile des Kurparks zugänglich, die bisher nicht durch Wege erschlossen waren. Ins Auge sticht in diesem Punkt zum Beispiel die neu entstandene Promenade entlang des Ilmenauufers.

Darüber hinaus sind alle Bereiche der Anlage nun barrierefrei ausgebaut – zwar nicht immer in voller Breite, aber zumindest funktionsfähig. So werden einige Nebenwege beispielsweise aus Kostengründen je zur Hälfte gepflastert und mit einem Kiesgemisch ausgelegt.

Die Kosten haben Politik und Verwaltung auch an anderer Stelle im Blick: Durch das bereits umgesetzte neue Beleuchtungskonzept des Kurparks sollen künftig übrigens rund zwei Drittel der Stromkosten eingespart werden.

Rund 2,7 Millionen Euro wird die komplette Umgestaltung der „Grünen Oase“ Bad Bevensens nach derzeitigen Planungen kosten. 700 000 Euro davon werden aus dem Stadtsäckel Bad Bevensens gezahlt, die übrigen zwei Drittel durch Fördermittel finanziert.

Von Wiebke Brütt

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