Die Wald-Wichte kommen

Baustelle Kinderbetreuung: Andernorts sind die Waldkinder schon in Aktion – auch in Bad Bevensen sollen Mädchen und Jungen in freier Natur lernen und spielen können. Ab 1. August soll ein Waldkindergarten den Betrieb aufnehmen.

Bad Bevensen - Von Ines Bräutigam. Zum 1. August dieses Jahres soll der erste Waldkindergarten in Bad Bevensen seine Tore öffnen. Wie berichtet, hat der Stadtrat für diese Einrichtung einen Betrag von 25 000 Euro im Haushalt für dieses Jahr zur Verfügung gestellt. Bevor es losgehen kann, gibt es allerdings noch ein paar Formalien abzuwickeln.

„Wir bereiten zurzeit in enger Abstimmung mit dem Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Uelzen die Ausschreibung vor“, erklärt Bad Bevensens Ordnungsamtsleiter Thomas Fisahn auf Nachfrage der AZ. So werden in den kommenden Tagen sechs freie Träger der Jugendhilfe angeschrieben, die in der Lage wären, einen Waldkindergarten zu betrieben. „Für uns ist das auch Neuland, weil es der erste Waldkindergarten ist“, so Fisahn, er hat aber keine Bedenken, dass das Ausschreibungsverfahren den Beginn zum 1. August verzögern wird. „Das ist alles machbar“, versichert er.

Sobald die Ausschreibung gelaufen ist, sollen die Angebote abgegeben werden. Anschließend werden sie ausgewertet , auf wirtschaftliche Gesichtspunkte und im Hinblick auf das Betreuungskonzept geprüft, so Fisahn. Eine Übersicht der Angebote wird dann Jugendausschuss, Verwaltungsausschuss und Stadtrat passieren, und dann kann es losgehen.

Ein passendes Grundstück für den Waldkindergarten ist auch schon gefunden: ein Waldstück in den Sandschellen, das der Stadt bereits gehört. Auch beim BSV Union freut man sich bereits auf die künftige Nachbarschaft mit den Kleinsten der Kurstadt – wenn Einrichtungen benötigt würden, sei das bereitstellen natürlich Ehrensache, betonte BSV-Vorsitzender Rainer Bahlo gegenüber der AZ. Dazu braucht es nur noch einen Bauwagen als Unterschlupf, für dessen Beschaffung der künftige Träger zuständig wäre, und eine Ausstattung desselben. Der neue Waldkindergarten soll 15 Mädchen und Jungen Platz bieten.

„Die Investitionskosten sind relativ gering“, weiß Thomas Fisahn, „denn die Kleinen wuseln bei Wind und Wetter draußen herum.“ Im Verhältnis zur Gruppenstärke sei aber ein erhöhter Betreuungsaufwand erforderlich, weswegen ein Waldkindergarten unterm Strich in etwa den gleichen Zuschussbedarf hat wie ein herkömmlicher Kindergarten. Genaueres würden aber erst die Ausschreibungen ergeben.

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