Große Brandschutzübung der Feuerwehren im Herz- und Gefäßzentrum in Bad Bevensen

Verwirrter Patient legt Feuer

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Manöver-Besprechung: Genaue Absprachen sind bei Einsätzen wichtig.

Bad Bevensen. „Verwirrter Patient legt in seinem Zimmer Feuer und läuft anschließend in den Wald. “So stellte sich die Lage den eintreffenden Feuerwehrkräften am vergangenen Sonnabend um 10.15 im Herz- und Gefäßzentrum (HGZ) in Bad Bevensen dar.

Zum Glück handelte es sich nur um einen Übungseinsatz, aber dennoch hatte die Einsatzleitung mit höchst realen Problemen zu kämpfen: Es galt dafür zu sorgen, dass sich der Rauch nicht im gesamten Patiententrakt ausbreitet, aus dem Nebenraum musste eine bewusstlose Person evakuiert werden und schließlich war auch noch der verschwundene Patient im anliegenden Wald aufzufinden. Erschwerend kam hinzu, dass der Brandherd im dritten Stock aufgrund der verschachtelten Bauweise des HGZ nicht per Drehleiter erreichbar war, weshalb sich die Bergung der bewusstlosen Person mit Hilfe von normalen Leitern, Seilen und Bahre als knifflige Angelegenheit erwies. Nach gut einer Stunde hatten die beteiligten Feuerwehren aus Bad Bevensen, Römstedt, Barum und Gollern die Lage jedoch fest im Griff.

Alles nur eine Übung: Der Rauch kam aus der Dose.

In der anschließenden Manöverkritik lobte Einsatzleiter, Ortsbrandmeister Jürgen Burmester aus Bad Bevensen, dann den reibungslosen Ablauf der Übung und hatte nur einen kleinen Kritikpunkt: Es sei wichtig, dass die eintreffenden Feuerwehren zunächst so lange Abstand vom Objekt halten, bis sich die Einsatzleitung ein Bild von der Gesamtlage machen kann. „Lieber sich beim Anrücken und Aufstellen anfangs etwas Zeit lassen“, so Jürgen Burmester. „Diese Zeit holt man später wieder rein, indem man beispielsweise das zeitaufwendige Umparken falsch aufgestellter Fahrzeuge vermeidet“. Für das harmonische Miteinander zwischen den Wehren und den Teams des DRK bedankte sich auch der Ärtzliche Direktor des HGZ, Prof. Gerhard Wimmer-Greinecker.

Von Oliver Huchthausen

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