BfB-Antrag: Bad Bevenser Rat diskutiert Verbindung der Kurstadt mit Minenjagdboot

Ungewollte Patenschaft?

„Bad Bevensen“ auf den Weltmeeren: Mit ihrem Antrag wollte die BfB das Band zwischen Stadt und Minenjagdboot stärken. Die Mehrheit des Rates steht der Patenschaft aber skeptisch gegenüber. Foto: Archiv

Bad Bevensen. Mit ihrem Antrag, einen Ratsbeauftragten für das Minenjagdboot „Bad Bevensen“ zu ernennen, hat Ratsfrau Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka (BfB – Bürger für Bad Bevensen) einmal mehr die Diskussion über die Sinnhaftigkeit der Patenschaft zwischen Schiff und Stadt aufgerollt.

Das Thema war bereits in den vergangenen Jahren kontrovers diskutiert worden.

Hendel-Andabaka betonte, dass es ihr in dem Antrag zur vergangenen Stadtratssitzung um die Wertschätzung der Besatzung ginge und schlug im selben Atemzug sich selber als Kontaktperson zwischen der Kurstadt und ihrem Patenboot vor. Eine Idee, die bereits im Vorfeld im Kulturausschuss abgelehnt wurde und erwartungsgemäß auch im Stadtrat keine Zustimmung fand. „Mit dem Antrag wird Herrn Springer unterstellt, er würde seiner Arbeit nicht nachkommen“, betonte Jürgen Schliekau (CDU), denn Andreas Springer von der Verwaltung sei damit beauftragt, die Verbindung zum Patenboot zu pflegen. Zudem warnte der CDU-Fraktionsvorsitzende vor den durch die Verpflichtung eines Ratsbeauftragten entstehenden Kosten. Auch Johann-Henrich Vietor (WBB), Gruppensprecher von SPD, WBB und Grünen, lehnte die Idee ab – allerdings aus, wie er betonte, persönlichen Motiven: „Soldaten sind ein notwendiger Teil der Gesellschaft, aber eben nichts Besonderes. (...) Ich halte die Patenschaft nicht für zeitgemäß. (...) Ich werde darauf hinarbeiten, dass die Patenschaft abgeschafft wird, wenn der Betrieb des Bootes eingestellt wird.“

Nur Dieter Müller von der Rentnerinnen- und Rentnerpartei (RRP) unterstützte die BfB zumindest in ihrer Richtung: Er plädierte dafür, die Patenschaft zur „Bad Bevensen“ fortzuführen. „Das Boot trägt den Namen der Stadt und trägt ihn in die Welt hinaus. Das alleine reicht.“ Zudem lebe nicht nur die Schützengilde die Patenschaft, wie vermehrt behauptet würde.

Von Wiebke Brütt

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