Traditions-Eiche am Feuerwehrhaus muss wahrscheinlich gefällt werden

HIMBERGEN - Die über 200 Jahre alte Eiche mit einem Stammdurchmesser von mehr als 120 Zentimetern und einer mächtigen Krone wird wohl nicht mehr zu retten sein.

Die Gemeindemitarbeiter Peter Schenk und Harmut Zeidler hatten Himbergens Bürgermeister Jürgen Hinrichs darauf hingewiesen, dass der Baum gegenüber dem Feuerwehrhaus, in dessen Schatten gern gerastet wird, stark von Pilzen befallen und am Wurzelwerk marode ist.

Muss die mächtige Eiche gefällt werden oder ist sie zu retten? Das war die Frage. Bürgermeister Jürgen Hinrichs bestellte deshalb einen Gutachter. Wie schwer geschädigt die ortsprägende mächtige Eiche ist, zeigte sich durch die Begutachtung von Manfred Siebenkees von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der im Bereich der Forstämter Südost für Baumkontrollen zuständig ist. Die Wurzel sei total faul, stellte der Fachmann fest, nachdem er mit einer Eisenstange über einen Meter tief ins Wurzelwerk stach. Die Fäule gehe an zwei Seiten durch. Lediglich an der Nordseite gebe es noch Widerstand. Der Pilz, so stellte Siebenkees fest, sei ausgewachsen und versucht sich über Sporen zu vermehren und den Baum von innen zu zersetzen.

Einer Wurzelbehandlung, die die ortsprägende Eiche erhalten könnte, räumt der Fachmann wenig Chancen ein – zu stark seien die Schäden. Mit hohem Kostenaufwand ließe er sich eventuell für zehn bis 15 Jahre retten. Seine Empfehlung: den Baum fällen. „Der Baum ist gefährlich“, so sein Urteil. Er sei unterwegs, um Bäume zu erhalten, aber hier läge ein ganz alter Schaden vor. Würde die faule Wurzel einem Sturm nicht standhalten, könnte der Baum auf das Feuerwehrhaus kippen. Die Gemeinde wird nun das schriftliche Gutachten abwarten und dann über die Zukunft der Eiche entscheiden. - nk

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